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Kettner Edelmetalle
23.09.2026
17:10 Uhr
KI-generiert

Ölader in Gefahr: Paris und London eilen Saudi-Arabien zu Hilfe

Ölader in Gefahr: Paris und London eilen Saudi-Arabien zu Hilfe
Symbolbild: KI-generiert

Europa schaltet sich in den Kampf um die Ölrouten am Roten Meer ein. Frankreich ist französischen Diplomatenkreisen zufolge bereit, Saudi-Arabien beim Schutz seiner von den pro-iranischen Huthis angegriffenen Energieinfrastruktur zu helfen. Großbritanniens Premierminister Andy Burnham sagte am Montag militärische Unterstützung aus der Luft zu. Beide Regierungen betonen, ihr Einsatz sei rein defensiv.

Paris will helfen, aber nicht mitkämpfen

Paris wählt seine Worte mit Bedacht. Frankreich wolle im Rahmen eines „rein defensiven Ansatzes“ dazu beitragen, die Anlagen in Janbu und entlang der Ost-West-Pipeline zu sichern, hieß es aus den Diplomatenkreisen. Eine Beteiligung am Konflikt mit den Huthis sei damit „in keiner Weise“ verbunden.

Die Pipeline gilt derzeit als Lebensader des Weltölmarkts. Sie transportiert Rohöl von den Förderfeldern am Persischen Golf quer durch die arabische Halbinsel bis zum Hafen Janbu am Roten Meer. Nach Medienberichten pumpte Saudi-Arabien schon im Frühjahr rund sieben Millionen Barrel pro Tag an seine Westküste. Nur so lässt sich die Straße von Hormus umgehen, die Teheran seit Beginn des Iran-Krieges vor etwa sechseinhalb Monaten faktisch abgeriegelt hat.

Londons Tankflugzeug für Riads Kampfjets

Konkreter wird London. Auf dem Weg zur UN-Generalversammlung in New York sagte Burnham Journalisten, britische Flugzeuge sollten saudische Kampfjets bei der Luftbetankung unterstützen. Das diene der Sicherung der Interessen Großbritanniens und der gesamten Region.

„Wir müssen diese Versorgungswege offen halten“

Laut der Nachrichtenagentur PA soll sich die Mission darauf beschränken, saudische Maschinen bei der Abwehr von Drohnen und Raketen zu unterstützen. An Luftangriffen auf die Huthis beteilige sich Großbritannien nicht. Das Tankflugzeug vom Typ Voyager könnte demnach in wenigen Tagen zum Einsatz kommen.

Die Huthis rücken vor, Trump hält sich zurück

Die Lage spitzt sich dramatisch zu. Am Samstag erschütterten zwei heftige Explosionen Riad. Es war der erste Huthi-Angriff auf die saudische Hauptstadt seit Jahren. Bereits im Juli hatte die Miliz eine Seeblockade gegen das Königreich im Roten Meer angekündigt. Vergangene Woche brachte sie nach einer Blitzoffensive große Teile der jemenitischen Küste an der Meerenge Bab al-Mandab unter ihre Kontrolle.

Die saudischen Luftangriffe konnten diesen Vormarsch nicht stoppen. Nach UN-Angaben wurden seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe Hunderte Menschen getötet und mehr als 110.000 vertrieben.

Washington hält sich auffällig zurück. Der Vorsitzende des jemenitischen Präsidialrats, Raschad al-Alimi, habe Donald Trump am Sonntag telefonisch um Hilfe gebeten, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP. Militärische Unterstützung habe Trump jedoch nicht zugesagt. Schon Mitte September hatten US-Medien berichtet, Kronprinz Mohammed bin Salman sei mit seiner Bitte um US-Angriffe auf die Huthis bei Trump abgeblitzt.

Warum Bab al-Mandab auch Deutschland trifft

Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit mit dem Indischen Ozean. Seit Hormus blockiert ist, hat die Meerenge noch einmal enorm an Bedeutung gewonnen. Fallen beide Nadelöhre aus, bleibt der Welt kaum noch ein Umweg.

Europa bekommt das bereits zu spüren. Medienberichten zufolge ließ ein Huthi-Angriff auf die saudische Pipeline die Dieselpreise in Europa zuletzt weiter steigen. Das verteuert Transporte, Lebensmittel und Produktion. Für eine deutsche Wirtschaft, die ohnehin unter hohen Energiekosten ächzt, ist das Gift. Man darf sich fragen, welche Rolle Berlin bei der Sicherung dieser Routen eigentlich spielen will, während Paris und London längst handeln.

Krisen treiben den Wunsch nach Sicherheit

Wenn Energieadern bedroht sind und die Großmächte zögern, suchen viele Sparer nach Stabilität. Physisches Gold und Silber haben in Krisenzeiten über Jahrhunderte ihren Wert bewahrt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie deshalb eine sinnvolle Absicherung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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