
Paris brennt: Wer Respekt für Retter fordert, gilt als „Rassist“!

Frankreich hat am Samstag eine Nacht der Gewalt erlebt. Bei landesweiten Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten gingen Rathäuser in Flammen auf, Läden wurden geplündert, Feuerwehrleute behindert und angegriffen. Mitten im Chaos von Paris entstand eine Szene, die fassungslos macht: Ein Mann bittet um Respekt für die Retter und wird dafür als „Rassist“ niedergebrüllt.
Ein Appell an die Vernunft und die Antwort der Menge
Ein Video, das seit Samstag auf X kursiert und von vielen französischsprachigen Accounts geteilt wurde, zeigt den Vorfall. Ein Mann ruft die Umstehenden zur Mäßigung auf. Sie sollten die Feuerwehrleute respektieren. Mehr verlangt er nicht.
Was dann folgt, wirkt wie ein Lehrstück über die Dynamik eines Mobs. Zuerst werfen ihm nur einzelne Beteiligte im Streit das Wort „Rassist“ an den Kopf. Dann stimmen immer mehr mit ein, bis schließlich eine größere Gruppe den Vorwurf im Chor skandiert. Über die Person des Mannes ist bislang nichts bekannt.
Anhand eines Restaurants und der Gebäude im Hintergrund lässt sich der Ort bestimmen. Gefilmt wurde vor dem Lokal L'Adresse in der Rue de Turbigo im 3. Arrondissement. Dort wurden laut der Nachrichtenagentur AFP am Samstag mehrere E-Bikes auf der Fahrbahn aufgetürmt und angezündet, mehrere Akkus explodierten. Es liegt deshalb nahe, dass sich der Appell auf diese Brandstiftung oder den anschließenden Löscheinsatz bezog.
Rathäuser in Flammen, Boutiquen geplündert
Paris war am Samstag kein Einzelfall. Rund um die Place de la République sollen sich Vermummte heftige Kämpfe mit der Polizei geliefert haben, die Tränengas einsetzte. Autos und ein Lastwagen brannten. Auch an der Place de la Madeleine und auf den Champs-Élysées wurde geplündert.
Noch drastischer war die Lage in der Provinz. Wie internationale Medien berichten, brannte in Limoges das historische Rathaus, das Dach stürzte teilweise ein. In Lyon ging das Touristenbüro in Flammen auf. Nach Angaben der örtlichen Polizei hätten „feindselige Personen“ die Feuerwehr dort am sicheren Löschen gehindert. In Marseille sollen Schwarzgekleidete in das Rathaus eingedrungen sein.
- Rund 1.200 Festnahmen laut Premierminister Sébastien Lecornu
- 150 verletzte Polizisten nach Regierungsangaben
- 550.000 Demonstranten laut Innenminister Laurent Nuñez, die Gewerkschaft CGT spricht von 800.000
Paris spricht von Chaos, die Wut wächst
Lecornu machte Medienberichten zufolge die „Ultralinke“ und Kriminelle für die Gewalt verantwortlich. Die Regierung lasse sich nicht einschüchtern, niemand werde seine politische Agenda mit Gewalt durchsetzen. Präsident Emmanuel Macron kündigte an, die Täter zu verfolgen und zu bestrafen. Die „Säer des Chaos“ wollten die Institutionen untergraben, ließ er wissen.
Starke Worte. Doch viele Franzosen dürften sich fragen, warum ein Staat, der sich in solchen Nächten nur noch mit Tränengas zu helfen weiß, den Bürgern ständig mehr abverlangt. Der eigentliche Anlass der Proteste ging im Flammenmeer beinahe unter. Eine von Schülern und Studenten getragene Bewegung wehrt sich seit Wochen gegen Personalmangel, marode Schulen und steigende Preise. Auch in Belgien, Portugal und Italien gingen Menschen auf die Straße, in Mailand wurde ebenfalls geplündert.
Eine Warnung auch für Deutschland
Aus Sicht unserer Redaktion zeigt die Szene aus der Rue de Turbigo, wie weit die Verrohung inzwischen reicht. Wenn schon die Bitte, Retter nicht zu behindern, als „Rassismus“ gilt, hat der Begriff jede Bedeutung verloren. Er dient dann nur noch als Keule gegen jeden, der Anstand einfordert.
Deutschland sollte sich nicht in Sicherheit wiegen. Die Berliner Silvesternacht 2022/23 mit ihren Angriffen auf Feuerwehr und Rettungskräfte ist unvergessen, und die Kriminalstatistik meldet Rekordwerte. Ein Staat, der die Menschen nicht schützt, die anderen helfen, verspielt das Vertrauen seiner Bürger. Wer in solchen Zeiten sein Erspartes absichern will, setzt nicht ohne Grund auf Werte, die keine Krawallnacht und keine Haushaltskrise einfach auslöschen kann. Physisches Gold und Silber gehören als Beimischung dazu.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertanlagen. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen allein die Verantwortung.
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