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Kettner Edelmetalle
23.06.2026
05:51 Uhr

Pkw-Maut durch die Hintertür: Wie die Bauindustrie dem deutschen Autofahrer noch tiefer in die Tasche greifen will

Pkw-Maut durch die Hintertür: Wie die Bauindustrie dem deutschen Autofahrer noch tiefer in die Tasche greifen will

Es ist ein altbekanntes Spiel: Wann immer in diesem Land Geld fehlt – und Geld fehlt in Deutschland mittlerweile an allen Ecken und Enden –, lautet die Antwort der Funktionäre stets dieselbe. Neue Abgaben, neue Gebühren, neue Belastungen für den Bürger. Diesmal kommt der Vorstoß aus der Bauindustrie, die mit ernster Miene eine altbekannte Idee aus der Mottenkiste hervorholt: die Pkw-Maut.

Wenn die Brücken bröckeln, soll der Autofahrer bluten

Die deutsche Bauindustrie fordert eine neue Debatte über eine Pkw-Maut. Das Argument klingt zunächst plausibel: Straßen und Brücken seien marode, der Sanierungsstau gigantisch, und das Geld müsse ja irgendwoher kommen. Die Lösung des Verbandes? Ein Wechsel von der bisherigen Steuerfinanzierung hin zu einer reinen Nutzerfinanzierung. Wer fährt, soll zahlen – und zwar zusätzlich.

Man reibt sich verwundert die Augen. Denn der deutsche Autofahrer zahlt bereits heute. Und wie er zahlt! Kfz-Steuer, Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer auf den Sprit, CO2-Abgabe – die Liste der Belastungen, die der Pendler Monat für Monat schultert, ist lang und wird immer länger. Dass nun ausgerechnet eine weitere Gebührenschicht auf dieses ohnehin überquellende Fass gesetzt werden soll, grenzt an Realsatire.

Wer das Auto besitzt, wird in Deutschland längst gemolken wie eine Kuh auf der Weide – und nun soll auch noch das Wegegeld dazukommen.

Das gescheiterte Maut-Desaster von 2019 lässt grüßen

Wer ein Gedächtnis hat, erinnert sich an das letzte große Maut-Abenteuer. Die unter Andreas Scheuer (CSU) geplante Pkw-Maut scheiterte 2019 krachend vor dem Europäischen Gerichtshof – und hinterließ ein Millionengrab aus geplatzten Verträgen und Schadensersatzforderungen. Hunderte Millionen Steuergelder wurden damals in den Sand gesetzt, ohne dass auch nur ein einziger Kilometer Straße davon profitiert hätte. Ein Lehrstück deutscher Bürokratie-Inkompetenz.

Und jetzt, wenige Jahre später, soll dasselbe Pferd erneut aus dem Stall geführt werden. Als Zückerchen wird den Bürgern eine angebliche Entlastung an anderer Stelle in Aussicht gestellt – etwa bei der Kfz-Steuer. Doch wer in diesem Land glaubt noch ernsthaft, dass eine neue Abgabe je durch eine alte ersetzt wird? Die Erfahrung lehrt das genaue Gegenteil: Erst kommt die neue Belastung, die versprochene Entlastung verschwindet still und leise im Nebel politischer Vergesslichkeit.

Das eigentliche Problem heißt Misswirtschaft

Die zentrale Frage, die niemand stellen mag, lautet: Wo ist eigentlich all das Geld geblieben? Deutschland nimmt durch die Autofahrer Jahr für Jahr zweistellige Milliardenbeträge ein. Doch statt dieses Geld konsequent in Straßen und Brücken zu investieren, versickert es in einem aufgeblähten Staatsapparat, in ideologischen Prestigeprojekten und in einer Verkehrspolitik, die das Automobil ohnehin am liebsten abschaffen würde.

Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Infrastruktur verspricht – natürlich auf Pump, also auf Kosten kommender Generationen –, soll der Bürger nun zusätzlich über die Maut zur Kasse gebeten werden. Das ist keine seriöse Finanzpolitik, das ist ein Bedienen an mehreren Fronten zugleich.

Warum Sachwerte in unsicheren Zeiten an Bedeutung gewinnen

Was bedeutet das für den einzelnen Bürger? Ganz einfach: Sein verfügbares Einkommen schrumpft, während die Inflation – befeuert durch staatliche Schuldenorgien – am realen Wert seines Ersparten nagt. In einem solchen Umfeld lohnt sich der nüchterne Blick auf das, was über Jahrhunderte hinweg Bestand hatte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich seit jeher als verlässliche Wertspeicher erwiesen – unabhängig von der Willkür politischer Entscheidungen und immun gegen den schleichenden Wertverfall des Papiergeldes. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie das, was der Staat dem Bürger immer seltener gewährt: Sicherheit.

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel dargestellten Inhalte spiegeln die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wider und stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Leser ist selbst verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und gegebenenfalls einen qualifizierten Berater hinzuzuziehen. Für getroffene Anlageentscheidungen übernimmt unsere Redaktion keinerlei Haftung.

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