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Kettner Edelmetalle
24.06.2026
05:47 Uhr

Pleite-Tsunami über Deutschland: Höchststand seit 13 Jahren – und das Schlimmste steht noch bevor

Es ist ein Bild, das sich Stück für Stück in das Gedächtnis einer ganzen Nation einbrennt: verrammelte Schaufenster, das obligatorische „Leider geschlossen“-Schild und Innenstädte, die einst pulsierten und heute einer trostlosen Kulisse gleichen. Was früher die Ausnahme war, ist heute bittere Normalität. Die deutsche Wirtschaft – einst stolzer Exportweltmeister und Vorzeigemodell des Kontinents – taumelt von einer Hiobsbotschaft zur nächsten.

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform hat am 23. Juni ihren Halbjahresbericht 2026 vorgelegt, und die Zahlen lassen wenig Raum für Beschönigung. 12.900 Unternehmensinsolvenzen mussten allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres registriert werden. Ein Höchststand, wie ihn die Republik seit 2013 nicht mehr gesehen habe. Wer angesichts dieser Zahlen noch von einer konjunkturellen „Delle“ spricht, der verschließt entweder bewusst die Augen oder hofft auf das kurze Gedächtnis der Bürger.

„Tiefe strukturelle Krise“ – das Eingeständnis eines Versagens

Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, findet bemerkenswert klare Worte. Die steigenden Insolvenzzahlen offenbarten eine „tiefe strukturelle Krise“ bei den deutschen Unternehmen, lässt er verlauten. Strukturell – das ist das entscheidende Wort. Denn es handle sich eben nicht um ein vorübergehendes Wölkchen am Konjunkturhimmel, sondern um ein hausgemachtes Fundamentproblem.

„Der Pleite-Höhepunkt ist noch nicht erreicht.“

Diese Prognose des Ökonomen sollte jedem Verantwortlichen in Berlin die Schamesröte ins Gesicht treiben. Eine Stabilisierung der Konjunktur sei nach gegenwärtigem Stand „frühestens 2027“ zu erwarten. Bis dahin werden weitere Tausende von Betrieben den Weg zum Insolvenzgericht antreten müssen – mit allen Folgen für die Menschen, die dort ihren Lohn verdienten.

Die Last der Energiepreise und ein Krieg, der alles verschärft

Natürlich tragen die geopolitischen Verwerfungen zur Misere bei. Die monatelange Blockade der Straße von Hormus infolge des Iran-Konflikts habe die Rohstoff- und Energiepreise erneut nach oben getrieben, so Hantzsch. Doch hier muss man ehrlich sein: Während andere Industrienationen ihre Versorgung pragmatisch und kostengünstig absichern, hat sich Deutschland über Jahre hinweg sehenden Auges in eine energiepolitische Sackgasse manövriert. Die ideologisch getriebene Energiewende, der Ausstieg aus verlässlichen Energieträgern und ein Regulierungsdickicht ohnegleichen haben den Standort ausgehöhlt, lange bevor irgendeine Meerenge gesperrt wurde.

Der so lange herbeigesehnte Aufschwung? Ausgeblieben. Stattdessen klemmen immer mehr Unternehmen zwischen schwacher Nachfrage, explodierenden Kosten und einer Unsicherheit, die zum Dauerzustand geworden ist.

Auch die Bürger geraten in den Strudel

Die Pleitewelle macht längst nicht vor den Werkstoren halt. Auch die Privathaushalte ächzen. 38.800 Verbraucherinsolvenzen verzeichnete Creditreform im ersten Halbjahr 2026 – ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wer sich die explodierten Energiekosten und die galoppierenden Lebensmittelpreise vor Augen führt, den wundert das wenig.

Der GfK-Konsumklimaindex, seit 1974 ein verlässlicher Seismograph der Stimmungslage, spricht eine deutliche Sprache: Im Mai stürzte er auf minus 33,1 Prozent ab, den tiefsten Punkt seit Februar 2023. Eine zaghafte Erholung auf minus 29,3 Prozent im Juni ändert nichts am desolaten Gesamtbild. Die Kauflaune der Deutschen liegt am Boden – und mit ihr die Hoffnung vieler Einzelhändler.

Was bleibt dem Bürger?

Die zentrale Frage lautet: Wie schützt man sein hart erarbeitetes Vermögen, wenn die Wirtschaft schwächelt, die Inflation nagt und das geplante 500-Milliarden-Schuldenpaket der neuen Regierung künftige Generationen in die Zinsknechtschaft treibt? Die Geschichte lehrt, dass in Zeiten ökonomischer Verwerfungen physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihre Rolle als bewährter Anker zur Vermögenssicherung über Jahrhunderte hinweg unter Beweis gestellt haben. Als krisenresistente Beimischung in einem breit gestreuten Portefeuille können sie ein sinnvolles Gegengewicht zu papierwertbasierten Anlagen bilden – unabhängig von Bankpleiten, Firmeninsolvenzen und der Schuldenpolitik der Regierenden.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig umfassend zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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