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19.10.2026
06:31 Uhr
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Prügel-Video aus Frankfurt (Oder): Wie viele „Einzelfälle“ noch?

Prügel-Video aus Frankfurt (Oder): Wie viele „Einzelfälle“ noch?
Symbolbild: KI-generiert

Ein Schüler am Boden, Tritte gegen den Kopf, eine johlende Gruppe drumherum. Vor einer Oberschule in Frankfurt (Oder) soll ein Jugendlicher brutal zusammengeschlagen worden sein. Das Video der Attacke verbreitet sich seit Tagen rasant im Netz. Jetzt ermittelt die Polizei gegen zehn Kinder und Jugendliche.

Ein Video, das niemand sehen soll

Medienberichten zufolge zeigt die Aufnahme, wie mehrere Angreifer selbst dann noch auf ihr Opfer eintreten, als es wehrlos am Boden liegt. Laut Berichten haben die Beamten inzwischen auch die Eltern der Tatverdächtigen zu Hause aufgesucht. In einigen Medien heißt es, unter den mutmaßlichen Tätern seien Jugendliche mit Migrationshintergrund. Offiziell bestätigt sind Herkunft und Alter der Verdächtigen bislang nicht im Detail.

Bemerkenswert war die erste Reaktion der Behörden: Die Polizei rief dazu auf, das Video nicht weiterzuverbreiten. Gewaltverherrlichende Aufnahmen zu teilen, könne strafbar sein, hieß es. Juristisch lässt sich das begründen. Trotzdem empfinden es viele Bürger als falsches Signal. Ohne das Video hätte wohl kaum jemand außerhalb der Stadt von dem Fall erfahren.

Bei Lokalpolitikern ist die Empörung groß, der Bürgermeister zeigte sich entsetzt. Brandenburgs Sozialminister verlangte nach Darstellung der Berichte Konsequenzen für die Täter. Die Frage ist nur: welche? Strafmündig ist man in Deutschland erst mit 14 Jahren. Bei Kindern hat der Rechtsstaat kaum Mittel in der Hand.

Die Zahlen hinter dem Aufschrei

Wer den Vorfall als bedauerlichen Ausreißer abtun will, sollte einen Blick auf die Statistik werfen. Die AfD-Fraktion hat im Bundestag per Kleiner Anfrage die „Täter-Opfer-Verhältnisse“ zwischen Deutschen und Zuwanderern abgefragt. Grundlage der Antwort ist eine Sonderauswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025.

  • 18.294 Deutsche wurden Opfer von Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit, an denen mindestens ein tatverdächtiger Zuwanderer beteiligt war. Das sind rund 50 Opfer pro Tag.
  • 4.059 Deutsche wurden Opfer von Sexualdelikten mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer, etwa elf pro Tag.
  • 2.835 Deutsche wurden Opfer von Raub oder Erpressung in dieser Konstellation.

Auch die umgekehrte Richtung wird erfasst: 8.599 Zuwanderer wurden Opfer körperlicher Angriffe mit mindestens einem deutschen Tatverdächtigen, bei Sexualdelikten waren es 267 und bei Raub 281 Fälle. Die Gewalt geht also in beide Richtungen, und jedes Opfer ist eines zu viel.

Was die Statistik genau misst

Als „Zuwanderer“ gelten in der PKS Asylbewerber, Schutzberechtigte, Geduldete und Menschen mit unerlaubtem Aufenthalt. Wer mehrfach Opfer wird, zählt mehrfach. Doppelstaatler werden als Deutsche erfasst. Laut der Antwort der Bundesregierung werden 2025 außerdem 15 vollendete und 101 versuchte Tötungsdelikte an Deutschen mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer gezählt.

Politik der Ankündigungen

Bemerkenswert ist schon der Weg, auf dem diese Zahlen ans Licht kommen. Das BKA-Lagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ lässt erfahrungsgemäß lange auf sich warten. Ohne parlamentarische Anfragen bliebe vieles im Dunkeln. Transparenz sieht anders aus.

Aus Sicht unserer Redaktion ist die Lage an vielen Orten das Ergebnis jahrelanger politischer Versäumnisse. Zu großzügige Aufnahme, zu wenig Steuerung und Abschiebungen, die regelmäßig an Bürokratie und Klagewegen scheitern. Auch die Regierung Merz hat eine Wende versprochen. Wie die Bürger die Lage erleben, zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik mit ihren Rekordwerten bei erfassten Straftaten und Messerangriffen.

Kritiker fordern seit Langem, straffällige Ausländer nach der Haft konsequent auszuweisen und die Duldungspraxis zu verschärfen. Einige wollen auch die Strafmündigkeit auf zwölf Jahre senken. Über solche Vorschläge kann man streiten. Eines aber ist sicher: Mit Betroffenheitsfloskeln allein wird kein Schulweg in Frankfurt (Oder) sicherer.

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