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Raffinerie-Krieg ist zurück: Selenskyj trotzt Trumps Energie-Waffenruhe!

Raffinerie-Krieg ist zurück: Selenskyj trotzt Trumps Energie-Waffenruhe!
Symbolbild: KI-generiert

Kiew beendet seine Schonfrist für Russlands Ölindustrie. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Interview mit der „Financial Times“ am Donnerstag angekündigt, die Drohnenangriffe auf russische Raffinerien wieder aufzunehmen. Damit stellt er sich offen gegen die von US-Präsident Donald Trump ausgerufene „Energie-Waffenruhe“. Mit Washington droht nun ein offener Bruch.

Seine Begründung fasste Selenskyj in wenige Worte:

„Die Sperre ist aufgehoben. Wir sind fertig.“

Eine Waffenruhe, an die sich nur einer hielt

Zuvor hatte die Ukraine ihre Schläge gegen Russlands Energieanlagen auf Druck der USA eingestellt. Moskau hielt sich nicht daran. Nach Berichten soll Russland allein in der Nacht zum Mittwoch 39 ballistische Raketen und mehr als 120 Drohnen auf Kraftwerke in Kiew, der umliegenden Region und Charkiw abgefeuert haben. Nach Angaben aus Kiew trafen die Angriffe alle drei Heizkraftwerke der Hauptstadt.

Selenskyj zufolge hatten danach mindestens 600.000 Menschen keinen Strom. Allein in der vergangenen Woche seien mehr als 100 Zivilisten getötet worden. Die russischen Angriffe nannte er eine „demonstrative Respektlosigkeit“ gegenüber Trump. Wie lange lässt sich ein Land eine einseitige Feuerpause zumuten, während es selbst weiter beschossen wird?

Druck aus Washington: Geheimdienstdaten und Starlink als Hebel?

Für noch mehr Aufsehen sorgt eine andere Aussage aus dem Interview. Selenskyj zufolge sollen US-Militärs gedroht haben, Geheimdienstinformationen zurückzuhalten, falls Kiew die Angriffe auf russische Energieanlagen nicht beende. Außerdem sei der Satellitendienst Starlink gedrosselt worden. Trump bestreitet, dass es einen Informationsstopp gegeben habe.

Die ukrainische Seite wird dabei konkret. Nach Angaben eines Präsidentenberaters sollen militärische Starlink-Terminals ohne Vorwarnung bei Geschwindigkeiten über 160 Kilometern pro Stunde ausgefallen sein. Einige Einheiten berichten von Ausfällen schon unter 72 km/h. Mehrere Drohnenmissionen hätten deshalb abgebrochen werden müssen.

SpaceX-Chef Elon Musk weist die Verantwortung von sich. Das militärische Netz Starshield gehöre der US-Regierung. Über Beschränkungen entschieden das US-Militär und letztlich der Präsident. Polens Außenminister Radosław Sikorski reagierte auf X mit Spott: Ob Musk „wieder Politik“ mit seinen Produkten mache. Polen zahlt die Starlink-Abonnements der Ukraine.

Diesel-Deal mit Putin: Wo liegen die Prioritäten?

Brisant ist der Zeitpunkt. Trump hatte erst vergangene Woche mit Wladimir Putin vereinbart, dass russischer Diesel umgehend auf die Weltmärkte kommen soll. Medienberichten zufolge erwägt Washington außerdem, Sanktionen gegen die sogenannte Schattenflotte zu lockern, um die rekordhohen Frachtraten zu senken. Kritiker sehen darin eine Politik, die günstige Spritpreise in den USA höher gewichtet als den Druck auf den Kreml.

In Europa stößt das auf Widerstand. Laut einem Bericht der „Financial Times“ haben europäische Delegierte einen US-Plan abgelehnt, eingefrorene russische Staatsgelder teilweise freizugeben und in ein von Washington beaufsichtigtes Instrument zu überführen. Außenminister Johann Wadephul (CDU) warnte davor, Putin wirtschaftlich entgegenzukommen: „Geschenke bestärken Putin auf seinem Kurs. Nur Härte schafft Gesprächsbereitschaft.“

Was das für Ölpreis und Sparer bedeutet

Mit der Rückkehr der Raffinerie-Angriffe dürften auch die Energiemärkte unruhiger werden. Das Schwarze Meer wird nach den jüngsten Attacken auf zivile Schiffe vor Bulgarien und Rumänien immer mehr zum Kriegsgebiet. Für deutsche Verbraucher, die ohnehin hohe Energiepreise tragen, ist das keine gute Nachricht.

In Zeiten, in denen Bündnisse wackeln und Rohstoffe zum politischen Druckmittel werden, setzen viele Anleger auf Werte, die von keiner Regierung abhängen. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine stabilisierende Rolle spielen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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