
Schah-Sohn in Berlin: Pahlavi fordert das Ende der Mullah-Kumpanei – und Merz-Regierung duckt sich weg

Es hätte ein diplomatischer Paukenschlag werden können. Stattdessen wurde es ein weiteres peinliches Kapitel deutscher Außenpolitik: Als Reza Pahlavi, der Sohn des letzten iranischen Schahs, am 23. April in Berlin eintraf, fand er zwar tausende jubelnde Anhänger auf der Straße – aber kein offenes Ohr im Kanzleramt. Die Bundesregierung zog es vor, den prominenten Oppositionsführer wie einen lästigen Verwandten zu behandeln, den man lieber nicht zum Abendessen einlädt. Derweil demonstrierten mehr als 9.000 Menschen am Reichstagsgebäude für einen Machtwechsel in Teheran. 800 Polizisten waren im Einsatz. Ein Bild, das Bände spricht.
Ein klarer Appell – und deutsche Ohren, die sich verschließen
Pahlavi wählte im Haus der Bundespressekonferenz klare Worte. Die europäischen Regierungen, so seine Forderung, sollten endlich aufhören, das Mullah-Regime zu beschwichtigen oder gar mit ihm zu verhandeln. Die Legitimität dieses Systems müsse ihm entzogen werden. „Wo Legitimität stirbt, beginnt Macht zu bröckeln“ – ein Satz, der sich nicht nur in Teheran, sondern ebenso in manch westlicher Hauptstadt unbequem anhören dürfte.
Der 60-Jährige zeichnete ein erschütterndes Bild der Lage im Iran. Von zehntausenden Toten sprach er, von 40.000 Menschen, die seit Beginn der Proteste in unbeschrifteten Leichensäcken verscharrt worden seien. Von Regimeschergen, die in Krankenhäuser eindrängen, um verletzte Demonstranten zu ermorden. Von Krankenschwestern und Pflegern, die getötet wurden, weil sie Regimegegner heimlich behandelten. Allein in den vergangenen beiden Wochen seien 19 Menschen wegen kritischer Äußerungen hingerichtet worden.
Scharfe Kritik am deutschen Medienbetrieb
Besonders bemerkenswert: Pahlavi nahm die deutschen Medien frontal ins Visier. Diese berichteten mittlerweile nahezu ausschließlich über die Tragödien des Krieges, während die Gräueltaten des Regimes weitgehend unter den Tisch fielen. Regimevertreter kämen ausführlich zu Wort, wenn sie sich über Angriffe der USA und Israels beschwerten. Die iranische Protestbewegung hingegen sei aus den Schlagzeilen verschwunden. Stattdessen bemühten sich deutsche Redaktionen, angebliche „Pragmatiker“ im Mullah-Apparat herbeizuschreiben. Dabei existierten, so Pahlavi, weder Reformer noch Pragmatiker – sondern nur „unterschiedliche Gesichter der gleichen Maschinerie“.
Eine Watsche, die sitzt. Und die man in den deutschen Leitmedien vermutlich wieder aussitzen wird, wie so vieles.
Laschet stellt sich an die Seite – Wadephul kneift
Immerhin: Mit Armin Laschet fand sich ein prominenter CDU-Politiker, der Pahlavi den Rücken stärkte. Der frühere Parteivorsitzende erklärte, er sei überzeugt, dass der Schah-Sohn eine Person sein könne, die einen Übergang leite. Viele Iraner sähen in ihm eine echte Alternative, ihr Name werde bei Protesten immer wieder gerufen.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hingegen zog es vor, aus sicherer Distanz in Dublin zu verkünden, Pahlavi reise als Privatperson. Es sei „nicht die Aufgabe der Bundesregierung, derartige Gespräche zu führen“. Regierungssprecher Stefan Kornelius legte nach: Die Mullah-Führung sei nach wie vor ein Ansprechpartner. Man reibt sich verwundert die Augen: Ein Regime, das Krankenschwestern umbringen lässt, bleibt also ein legitimer Gesprächspartner – während ein Oppositionsführer, der für eine säkulare Demokratie wirbt, nicht einmal einen Termin im Kanzleramt bekommt. Willkommen in der Außenpolitik von Friedrich Merz, die von der seiner Vorgängerin nicht allzu weit entfernt zu sein scheint.
Tomatensoße statt Argumente
Wie tief die politische Debattenkultur mittlerweile gesunken ist, zeigte sich nach dem Pressetermin: Ein junger Mann bespritzte Pahlavi mit roter Flüssigkeit – mutmaßlich Tomatensoße – und beschmierte ihm Hals und Schultern. Die Polizei nahm den Täter fest. Es wird wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung von Personen des politischen Lebens ermittelt. Man kennt diese Methoden mittlerweile von der linksextremen Szene, die politische Debatten lieber mit Farbbeuteln als mit Argumenten führt.
Wie groß ist der Rückhalt wirklich?
Offen bleibt die Frage nach dem tatsächlichen Rückhalt Pahlavis in der iranischen Bevölkerung. Die Opposition ist zersplittert, ideologische und ethnische Differenzen trennen die Lager. Eine Umfrage des niederländischen Instituts GAMAAN vom September 2025 attestierte ihm dennoch beachtliche Zustimmungswerte: Rund 35,4 Prozent der Befragten sprachen sich stark, weitere 34 Prozent tendenziell für eine Übergangspräsidentschaft Pahlavis aus. 30,6 Prozent lehnten sie ab. Andere Oppositionsgruppen bezweifeln allerdings die Methodik dieser Erhebung – was bei den Rahmenbedingungen von Zensur und Repression im Iran kaum überraschen dürfte.
Eine historische Chance – und das Versagen Berlins
Pahlavi sprach davon, das Regime sei „noch nie so schwach wie jetzt“. Es bestehe eine einmalige historische Gelegenheit, diesem System ein Ende zu bereiten. Eine Einschätzung, die man angesichts der militärischen Schläge Israels und der USA auf iranische Atomanlagen im Juni 2025 durchaus teilen kann. Das klerikale System wankt. Die Frage ist, ob der Westen den Mut aufbringt, diese Schwäche zu nutzen – oder ob er weiter auf „Dialog“ und „Diplomatie“ mit einem mörderischen Regime setzt, das seit Jahrzehnten die Welt belügt und die eigene Bevölkerung niederknüppelt.
Deutschland jedenfalls hat in Berlin eine Chance vertan. Eine historische Persönlichkeit reist in die Hauptstadt, tausende Iraner feiern ihn auf der Straße – und die Bundesregierung duckt sich weg. Man möchte es nicht für möglich halten, doch es ist bittere Realität: Während Washington und Jerusalem längst handeln, produziert Berlin weiter Presseerklärungen und diplomatische Floskeln. Was bleibt, ist das Bild eines Landes, das zunehmend den Mut verloren hat, für Freiheit und gegen Tyrannei klar Position zu beziehen.
Was das für Anleger bedeutet
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Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich vor einer Anlage eigenständig informieren oder fachkundigen Rat einholen.

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