
Schleuserboot vor Florida gestoppt: 13 Chinesen an Bord!

Die US-Küstenwache und die Grenzschutzbehörde CBP haben vor der Küste Floridas ein mutmaßliches Schleuserboot abgefangen. An Bord des gut acht Meter langen Kajütboots befanden sich nach Behördenangaben 23 Menschen, darunter 13 chinesische Staatsbürger. Die Behörden gaben den Zugriff am Montag bekannt. Er zeigt, wie konsequent Washington seine Grenzen inzwischen auch auf dem Wasser schützt.
Radarsignal bei Angelfish Creek
Ausgelöst wurde der Einsatz vergangene Woche durch ein verdächtiges Signal auf dem Wasser. Laut einer Mitteilung der Border Patrol hatten Küstenwache und CBP nahe Angelfish Creek in den Florida Keys ein sogenanntes „Oberflächenziel von Interesse“ erfasst. Die Einsatzkräfte fingen das 27 Fuß lange Boot ab, bevor es anlegen konnte.
Laut den Behörden waren ein mutmaßlicher Schleuser, ein kubanischer Staatsbürger, sowie 22 Migranten ohne Aufenthaltsrecht an Bord. Sie stammten aus drei Ländern:
- 13 Personen aus China
- acht Personen aus Ecuador
- eine Person aus der Dominikanischen Republik
Alle Festgenommenen kamen zur weiteren Bearbeitung auf den Kutter „Pablo Valent“. Das Boot wurde beschlagnahmt.
Klare Botschaft an Schleuserbanden
Die Kommandantin der „Pablo Valent“, Lt. Corryn Ulrich, sagte, die Festnahmen zeigten, dass die Küstenwache bereit sei, Leben zu retten und Bundesrecht auf See durchzusetzen. Noch deutlicher wurde Andres Blanco, ein Regionaldirektor der CBP:
„Der Versuch, auf dem Seeweg illegal in die Vereinigten Staaten einzureisen, ist extrem gefährlich und wird nicht unentdeckt bleiben. Wer diese gefährlichen Überfahrten wagt, muss mit Festnahme, Strafverfolgung, Abschiebung und der sehr realen Gefahr rechnen, auf See sein Leben zu verlieren.“
Das ist keine leere Drohung. Laut Küstenwache starben allein im Jahr 2022 rund 65 Menschen beim Versuch, die USA über das Meer zu erreichen. Schleuser kassieren ab, und die Migranten tragen das Risiko.
Kein Einzelfall: Zweites Boot bei Ocean Reef
Nach Angaben der Küstenwache stoppten Einsatzkräfte bereits am 15. September ein weiteres Boot. Es war rund neun Meter lang und lag etwa eine Meile östlich von Ocean Reef. An Bord waren 23 Personen. Zwanzig von ihnen wurden zur Bearbeitung auf die Bahamas gebracht. Drei übernahm die Ermittlungsbehörde Homeland Security Investigations.
Ein Einsatz mit langer Geschichte
Beide Aktionen liefen im Rahmen der „Operation Vigilant Sentry“. Sie wurde 2004 genehmigt und gehört zu einer Taskforce des Heimatschutzministeriums, die 2003 gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, Massenmigration über die Karibik zu verhindern und Menschen auf See zu retten. Lange kamen die meisten Migranten aus Kuba und Haiti. Dass nun ein Großteil der Passagiere aus China stammt, zeigt, wie global die Schleusernetzwerke inzwischen arbeiten.
Trumps Kurs zeigt Wirkung
Grenzschutz und Abschiebungen gehören zu den zentralen Zielen der Trump-Regierung. Seit Januar 2025 hat der Präsident zahlreiche Dekrete gegen illegale Grenzübertritte erlassen. Das Heimatschutzministerium meldete vergangene Woche, an der Grenze zu Mexiko seit 16 Monaten in Folge keinen einzigen illegalen Migranten mehr ins Land entlassen zu haben.
Aus europäischer Sicht wirkt das fast unwirklich. In Deutschland und der EU wird seit Jahren über wirksamen Grenzschutz gestritten, während Brüssel und Berlin oft vor allem über Verfahren und Zuständigkeiten diskutieren. Die USA zeigen, dass ein Staat seine Grenzen kontrollieren kann, wenn die Politik es wirklich will. Diese Lehre sollten sich auch Kanzler Merz und seine Koalition zu Herzen nehmen.
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