
Schweden macht Ernst: Staat wird zum Atomkraft-Akteur – ein Vorbild, das Deutschland beschämt
Während hierzulande noch immer die ideologischen Trümmer des überhasteten Atomausstiegs beseitigt werden, geht Schweden den exakt entgegengesetzten Weg – und zwar mit einer Entschlossenheit, die man sich in Berlin nicht einmal mehr vorstellen kann. Die schwedische Regierung hat am 11. März 2026 in Stockholm beschlossen, ihren Atomkurs massiv auszuweiten. Der Staat soll künftig nicht mehr bloß wohlwollender Zuschauer sein, sondern aktiver Mitgestalter beim Bau neuer Reaktoren werden. Staatliche Beteiligungen, der Aufbau von Lieferketten, die Bündelung von Fachwissen – all das steht nun auf der Agenda.
Vom Beobachter zum Bauherrn: Stockholms neue Nuklearstrategie
Das Klima- und Wirtschaftsministerium hat eine umfassende Untersuchung in Auftrag gegeben, die konkrete Vorschläge erarbeiten soll, wie der schwedische Staat den Ausbau der Kernenergie wirksam unterstützen kann. Bemerkenswert ist dabei die Breite des Ansatzes. Es geht längst nicht mehr nur um regulatorische Erleichterungen oder steuerliche Anreize. Stockholm will prüfen lassen, ob staatliche Anteile an Kernkraftunternehmen in einem eigenen Holdingmodell zusammengefasst werden sollten – eine Art staatliche Nuklear-Holding also, die Investitionen koordiniert und industrielle Kompetenz im Land hält.
Energieministerin Ebba Busch brachte den politischen Anspruch auf eine Formel, die in deutschen Ohren geradezu revolutionär klingen dürfte: „Wir müssen wieder den Mut haben, groß zu bauen." Ein Satz, der in seiner schlichten Klarheit mehr über den Zustand europäischer Energiepolitik verrät als tausend Seiten Koalitionsvertrag.
Sechs Reaktoren liefern bereits 30 Prozent des Stroms
Schweden betreibt derzeit sechs Reaktoren an den Standorten Forsmark, Ringhals und Oskarshamn, die rund 30 Prozent des nationalen Strombedarfs decken. Die Kernkraft ist damit kein Randphänomen, sondern ein tragender Pfeiler der schwedischen Energieversorgung. Neue Reaktoren speisen zwar noch keinen Strom ins Netz ein, doch die Regierung treibt zusätzliche Kapazitäten voran – unter anderem am Standort Ringhals.
Gerade weil der Neubau großer Reaktoren lange Vorlaufzeiten, enorme Investitionssummen und verlässliche politische Rahmenbedingungen erfordert, sieht Stockholm die Notwendigkeit, den Staat stärker einzubinden. Ohne diese Begleitung, so die Einschätzung der Regierung, drohe der Ausbau an Tempo, Finanzierung und industrieller Vorbereitung zu scheitern. Eine nüchterne Analyse, die man sich auch in manch anderem europäischen Land wünschen würde.
Breite Mehrheit der Schweden steht hinter dem Atomkurs
Politisch kann sich Ministerpräsident Ulf Kristerssons Minderheitsregierung auf ein atomfreundliches Lager stützen. Auch die Schwedendemokraten tragen den Kurs mit – eine Konstellation, die in der Opposition für gemischte Reaktionen sorgt. Während die Sozialdemokraten eine breitere parlamentarische Einigung fordern und die Zentrumspartei nur unter engen Bedingungen mitgehen will, lehnen Vänsterpartiet und Miljöpartiet neue Kernkraftwerke weiterhin kategorisch ab.
Doch die Stimmung im Volk spricht eine deutliche Sprache. Laut einer Anfang Februar 2026 veröffentlichten Novus-Umfrage befürworten 56 Prozent der Schweden den Bau neuer Kernkraftwerke. Weitere 29 Prozent wollen die bestehenden Reaktoren zumindest weiterbetreiben. Lediglich fünf Prozent sprechen sich für einen vollständigen Ausstieg aus. Fünf Prozent! Man stelle sich diese Zahl einmal im deutschen Kontext vor, wo eine lautstarke Minderheit jahrzehntelang die Energiepolitik einer ganzen Nation diktiert hat.
Ein Lehrstück für Deutschland
Der schwedische Weg ist mehr als nur eine nationale Energieentscheidung – er ist ein Lehrstück. Während Deutschland seine letzten drei Kernkraftwerke im April 2023 vom Netz nahm und sich damit in eine beispiellose energiepolitische Abhängigkeit manövrierte, baut Schweden seine nukleare Infrastruktur systematisch aus. Die Konsequenzen des deutschen Sonderwegs sind längst spürbar: explodierende Strompreise, eine deindustrialisierte Energielandschaft und eine Versorgungssicherheit, die zunehmend auf dem Spiel steht.
Dass ausgerechnet ein skandinavisches Land, das gemeinhin als Vorreiter grüner Politik gilt, nun derart entschlossen auf Kernkraft setzt, sollte auch dem letzten Ideologen in Berlin zu denken geben. Schweden beweist, dass eine pragmatische Energiepolitik und ambitionierter Klimaschutz kein Widerspruch sein müssen – vorausgesetzt, man lässt sich von physikalischen Realitäten leiten und nicht von ideologischen Glaubenssätzen. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz wäre gut beraten, den Blick nach Norden zu richten, bevor der letzte Rest deutscher Energiekompetenz endgültig ins Ausland abwandert.
Denn eines steht fest: Wer in einer Welt steigenden Energiebedarfs auf eine der sichersten und CO₂-ärmsten Energiequellen verzichtet, handelt nicht verantwortungsvoll – er handelt fahrlässig. Schweden hat das begriffen. Deutschland offenbar noch nicht.

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