
Selenskyj schlägt Alarm: "Moskau bereitet nicht Frieden vor"

Kiew, 11. August 2026: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt, Russland rüste für eine neue Eskalationsstufe – nicht für einen Waffenstillstand. Auslöser sind tödliche Angriffe der vergangenen Nacht. In Saporischschja starben nach ukrainischen Angaben sechs Menschen, 19 wurden verletzt. In Kiew und im Gebiet Dnipropetrowsk kamen mindestens drei weitere Menschen ums Leben.
Nordkoreanische Raketen über ukrainischen Städten
Besonders brisant: Nach Darstellung Selenskyjs sollen bei dem Angriff auf Saporischschja am Montagabend ballistische Raketen nordkoreanischer Bauart zum Einsatz gekommen sein. Er sprach von einer heimtückischen Attacke auf Zivilisten.
Der Präsident führte auf X mehrere Indizien an, die aus seiner Sicht ein klares Bild ergeben: hochgefahrene Raketenproduktion, importiertes Gerät aus Nordkorea, Vorbereitungen für eine Mobilmachung.
"Jeder Schritt Russlands zeigt, dass Moskau sich nicht auf Frieden, sondern auf Eskalation vorbereitet. Und die Welt muss jetzt reagieren, nicht warten."
Selenskyj forderte schärfere Sanktionen gegen Unternehmen, die die russische Kriegswirtschaft speisen – und dringend mehr Flugabwehr.
Der wunde Punkt: Abfangraketen werden knapp
Russische Streitkräfte haben die Zahl der Raketenschläge auf ukrainische Städte in den vergangenen Wochen spürbar erhöht. Beobachter deuten das als kalkuliertes Ausnutzen einer Schwachstelle: Kiew fehlen Abfangflugkörper gegen ballistische Ziele.
Die Ukraine hängt dabei weiterhin am amerikanischen System Patriot PAC-3, während heimische Rüstungsfirmen wie Fire Point erst dabei sind, eigene Abwehrtechnik aufzubauen. Selenskyj erklärte, mit ausreichend Interceptoren hätten die Opfer des Angriffs auf Kiew vom 5. August gerettet werden können.
US-Präsident Donald Trump hatte Berichten zufolge zunächst eine Lizenzfertigung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine und in Europa in Aussicht gestellt, zuletzt jedoch Zweifel daran gesät. In Kiew wächst deshalb die Sorge, der kommende Winter könnte zur härtesten Bewährungsprobe des gesamten Krieges werden.
Kiews Gegenschlag zielt auf Russlands Konsumwelt
Die Ukraine ihrerseits treibt ihren Drohnenkrieg tief ins russische Hinterland. Seit Wochen brennen nach Medienberichten Logistikzentren des Onlinehändlers Wildberries – des größten Versandriesen Russlands, gern als „russisches Amazon" bezeichnet.
Der Kalkül dahinter ist unübersehbar: Wer Lagerhallen trifft, trifft Lieferketten, Preise und Stimmung. Der Krieg rückt damit auch in den russischen Alltag vor – nicht nur an die Front.
Was das für Europa bedeutet
Für Deutschland ist das keine ferne Nachricht. Energiepreise, Rüstungsausgaben, Lieferketten, Sanktionsfolgen – all das schlägt über kurz oder lang auf Bürger und Betriebe durch, die ohnehin unter hoher Abgabenlast und schwacher Konjunktur ächzen.
Aus Sicht unserer Redaktion zeigt sich einmal mehr: Politische Versprechen sind schnell gegeben, militärische und industrielle Kapazitäten dagegen lassen sich nicht per Pressekonferenz herbeireden. Wer Sicherheit garantieren will, braucht Produktion – nicht Rhetorik.
Und für Anleger? In Phasen geopolitischer Unsicherheit erinnern sich Märkte traditionell daran, dass physisches Gold und Silber keine Gegenpartei kennen, kein Ausfallrisiko tragen und in keiner Krise der letzten Jahrhunderte wertlos wurden. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bleiben Edelmetalle ein bewährter Anker.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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