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Kettner Edelmetalle
09.07.2026
13:02 Uhr

Selenskyjs Heldenverehrung sprengt die europäische Fassade: EU-Parlament rügt Kiew im Geschichtsstreit mit Polen

Es ist ein diplomatischer Paukenschlag, der die schöne Einigkeit des Westens im Umgang mit der Ukraine gehörig ins Wanken bringt. Das Europäische Parlament hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj offen gerügt – und das ausgerechnet in einer Frage, die man in Brüssel bislang am liebsten unter dem Teppich der bedingungslosen Solidarität verschwinden ließ. Auslöser war die Benennung einer ukrainischen Armee-Einheit nach der berüchtigten Ukrainischen Aufstandsarmee, kurz UPA. Eine, so das Parlament wörtlich, «unnötige und unprovozierte Eskalation».

Ein Beschluss mit klarer Botschaft

Mit 460 Ja-Stimmen bei 136 Nein-Stimmen und 59 Enthaltungen verabschiedeten die Abgeordneten eine Resolution, die man getrost als Ohrfeige für Kiew bezeichnen darf. Die Volksvertreter bedauerten, dass Selenskyj bei seiner Entscheidung die historischen Empfindlichkeiten und das immense Leid Polens schlicht ignoriert habe. Man rief beide Seiten zu einer «echten und aufrichtigen Aussöhnung» auf – ein frommer Wunsch, wenn man bedenkt, wie tief die Wunden auf polnischer Seite noch immer klaffen.

Doch worum geht es eigentlich? Ende Mai verlieh Selenskyj einer Militäreinheit den Beinamen «Helden der UPA». In der Ukraine gilt diese Aufstandsarmee als Symbol des Widerstands gegen die sowjetische Herrschaft. In Polen jedoch verbindet man sie mit etwas ganz anderem: mit Massakern an Zehntausenden Polen und Juden in der heutigen Westukraine.

Wenn die Geschichte zurückschlägt

Polens Präsident Karol Nawrocki reagierte prompt und unmissverständlich. Er erkannte Selenskyj kurzerhand den höchsten polnischen Verdienstorden ab. Ein Affront, der zeigt, wie sehr dieser Geschichtsstreit die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten seit Jahren vergiftet.

Die Benennung der Einheit stehe nicht im Einklang mit europäischen Werten und schade den gutnachbarschaftlichen Beziehungen.

Man reibt sich verwundert die Augen. Über Jahre hinweg wurde in den Hauptstädten Europas jede kritische Nachfrage zur Ukraine als quasi verräterisch abgetan. Wer es wagte, unbequeme historische Fakten anzusprechen, wurde reflexartig in eine dubiose Ecke gestellt. Nun aber, da mit Polen ein zentrales EU-Mitglied selbst betroffen ist, erwacht das Parlament plötzlich aus seinem Dornröschenschlaf. Wie praktisch.

Die selektive Empörung der Brüsseler Eliten

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Solange die problematischen Facetten der ukrainischen Geschichtspolitik lediglich abstrakte Sorgen weckten, hielt man in Brüssel wohlweislich still. Erst als ein Nachbarstaat direkt betroffen war, meldeten sich die Abgeordneten zu Wort. Man darf fragen, ob es hier tatsächlich um Prinzipien geht – oder schlicht um die Wahrung diplomatischer Ordnung im eigenen Club.

Der Beschluss ist politisch nicht bindend, das sei betont. Doch er setzt ein unübersehbares Signal: Die Aufarbeitung der Verbrechen des Zweiten Weltkriegs bleibt selbst innerhalb der Europäischen Union ein hochexplosives Feld. Trotz aller demonstrativen Geschlossenheit im Abwehrkampf gegen Russland zeigt sich, dass die Fassade der Einigkeit bröckelt, sobald es unbequem wird.

Was der deutsche Steuerzahler daraus lernen sollte

Für den deutschen Bürger, der die Kosten dieses Konflikts über seine Steuern und über die anhaltende Inflation mitträgt, offenbart dieser Vorgang etwas Grundsätzliches. Wer Milliarden fließen lässt und dabei die kritische Distanz verliert, macht sich blind gegenüber unbequemen Wahrheiten. Historische Ehrlichkeit und ein nüchterner Blick auf die Realität wären hier weit hilfreicher als das reflexartige Umarmen jeder politischen Geste aus Kiew.

In einer Zeit, in der geopolitische Unsicherheit, ausufernde Staatsverschuldung und eine schleichende Geldentwertung das Vertrauen in politische Versprechen zermürben, gewinnt die Frage der eigenen Vermögenssicherung an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie unabhängig von den Launen der Tagespolitik ihren Wert bewahren. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Portefeuille bieten sie einen verlässlichen Anker, den keine Resolution und kein diplomatischer Streit erschüttern kann.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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