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Kettner Edelmetalle
06.05.2026
05:57 Uhr

Treibstoff-Schock bei Lufthansa: Nahost-Krise reißt 1,7-Milliarden-Euro-Loch in die Bilanz

Treibstoff-Schock bei Lufthansa: Nahost-Krise reißt 1,7-Milliarden-Euro-Loch in die Bilanz

Während in Berlin die Große Koalition aus Union und SPD weiter über Sondervermögen, Klimaneutralität und immer neue Schuldenberge debattiert, schlägt in der realen Wirtschaft die Krise mit voller Wucht zu. Die Lufthansa, Deutschlands größte Fluggesellschaft, sieht sich mit einer Kostenexplosion bei Kerosin konfrontiert, die ihresgleichen sucht. Rund 1,7 Milliarden Euro – umgerechnet fast zwei Milliarden Dollar – muss der Kranich-Konzern allein im laufenden Geschäftsjahr zusätzlich für Treibstoff aufbringen. Schuld ist die dramatische Zuspitzung im Nahen Osten, wo Israel und Iran sich seit Juni 2025 einen offenen Schlagabtausch liefern.

Eine Bilanz zwischen Licht und düsteren Schatten

Auf den ersten Blick wirken die Quartalszahlen solide. Das bereinigte EBIT kletterte im ersten Quartal auf 612 Millionen Euro, der Umsatz legte um acht Prozent auf 8,7 Milliarden Euro zu. Doch die Freude über diese Zahlen währt nur kurz. Konzernchef Carsten Spohr ließ keinen Zweifel daran, dass die Lage ernst sei. Die anhaltende Krise im Nahen Osten, kombiniert mit explodierenden Treibstoffpreisen und operativen Einschränkungen, stelle die gesamte Branche vor enorme Herausforderungen, so der CEO. Eine diplomatische Umschreibung dafür, dass die Lufthansa mit dem Rücken zur Wand stehe.

Immerhin habe das Unternehmen 80 Prozent seines Kerosinbedarfs abgesichert. Doch die verbleibenden 20 Prozent reichen offensichtlich aus, um eine Milliardenlücke zu reißen. Ausgleichen will Spohr den Schaden durch Kostensenkungen und höhere Ticketpreise – was im Klartext bedeutet: Der Passagier zahlt die Zeche.

Die Straße von Hormus als Achillesferse Europas

Wer wissen will, wie verwundbar Europas Energieversorgung tatsächlich ist, der muss nur einen Blick auf die Straße von Hormus werfen. Diese schmale Wasserstraße zwischen Iran und Oman ist eine der wichtigsten Lebensadern der globalen Energieversorgung. Die Blockade dieses Nadelöhrs durch den Iran-Konflikt hat die Kerosinpreise binnen weniger Wochen um sage und schreibe 103 Prozent in die Höhe schnellen lassen, wie die Internationale Luftverkehrsvereinigung IATA berichtet.

Noch alarmierender klingen die Worte des Chefs der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol. Europa sei nur noch wenige Wochen davon entfernt, dass das Kerosin ausgehe. Rund 75 Prozent des in Europa verbrauchten Flugbenzins stammen aus Raffinerien des Nahen Ostens. Der Rest kommt aus asiatischen Staaten, die mittlerweile Exportbeschränkungen verhängt haben. Verzweifelt versuche Europa nun, Nachschub aus den USA und Nigeria zu organisieren. Gelinge dies nicht, drohten ernsthafte Versorgungsengpässe.

Tausende Flüge gestrichen – die Quittung für eine verfehlte Energiepolitik

Die Lufthansa hat bereits reagiert und 20.000 Kurzstreckenflüge gestrichen, um 40.000 Tonnen Kerosin einzusparen. Was für die Aktionäre nach betriebswirtschaftlicher Vernunft klingt, ist für Reisende und die deutsche Wirtschaft eine bittere Pille. Geschäftsreisen werden teurer, Verbindungen seltener, der Standort Deutschland büßt weiter an Attraktivität ein.

Auch andere europäische Airlines ächzen unter der Last. Der britische Billigflieger EasyJet meldete im März zusätzliche Treibstoffkosten von 25 Millionen Pfund und einen Verlust vor Steuern von über einer halben Milliarde Pfund für das erste Halbjahr. Die Buchungslage für den Rest des Jahres sei schwächer als im Vorjahr – ein deutliches Warnsignal, dass die Konsumenten sich angesichts steigender Lebenshaltungskosten zunehmend zurückhalten.

Wenn geopolitische Risiken zur wirtschaftlichen Dauerbelastung werden

Was wir derzeit erleben, ist die schmerzhafte Lektion einer jahrzehntelangen Politik, die strategische Abhängigkeiten ignoriert hat. Während sich Brüssel mit Lieferkettengesetzen, Genderquoten und Klimavorschriften beschäftigt, fehlt es an einer kohärenten Strategie zur Sicherung der Energieversorgung. Deutschland hat seine Atomkraftwerke abgeschaltet, sich von russischem Gas abgekoppelt und hängt nun am Tropf instabiler Regionen. Das Ergebnis ist ein Industrieland, das bei jedem geopolitischen Beben zittert wie Espenlaub.

Die Lufthansa-Zahlen sind insofern mehr als nur eine Konzernmeldung. Sie sind ein Sittenbild deutscher Wirtschaftspolitik, in der Symbolik wichtiger ist als Substanz. Solange Berlin glaubt, mit 500-Milliarden-Sondervermögen und ideologischer Klimapolitik die Probleme lösen zu können, statt für stabile Versorgungsstrukturen zu sorgen, werden solche Schocks zur traurigen Normalität.

Sachwerte als Anker im Sturm

In Zeiten, in denen geopolitische Krisen ganze Branchen ins Wanken bringen, in denen Währungen unter dem Druck steigender Staatsschulden und Inflation leiden und in denen das Vertrauen in politische Steuerungsfähigkeit erodiert, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber zunehmend an Bedeutung. Sie sind keine Spekulationsobjekte, sondern bewährte Anker zur Vermögenssicherung – unabhängig von Raffineriestandorten, Wechselkursen und politischen Launen. Eine Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio kann gerade in turbulenten Zeiten für jene Stabilität sorgen, die Aktien und Anleihen häufig vermissen lassen.


Haftungsausschluss: Dieser Artikel stellt ausdrücklich keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die hier wiedergegebenen Inhalte spiegeln die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und seine Anlageentscheidungen auf Basis der individuellen Situation zu treffen. Für etwaige Verluste, die aus Entscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung. Bei Bedarf konsultieren Sie bitte einen unabhängigen Finanz-, Steuer- oder Rechtsberater.

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