280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
25.09.2026
12:13 Uhr
KI-generiert

Tribut an Trump? Südkorea steckt 22 Milliarden in Gaskraftwerk ohne Kunden

Tribut an Trump? Südkorea steckt 22 Milliarden in Gaskraftwerk ohne Kunden
Symbolbild: KI-generiert

Südkorea hat das erste Projekt für seine 350-Milliarden-Dollar-Zusage an die USA ausgewählt. Das Geld soll in ein riesiges Gaskraftwerk im texanischen Encinal fließen, das rund 22,3 Milliarden Dollar kostet und 6,3 Gigawatt leisten soll. Der Haken: Bisher hat niemand verbindlich zugesagt, den Strom auch abzunehmen.

Encinal hat gerade einmal rund 540 Einwohner. Trotzdem soll dort bald Strom für die Rechenzentren und Chipfabriken fließen, nach denen Washington verlangt. Medienberichten zufolge könnte das Weiße Haus das Projekt schon in Kürze verkünden, vielleicht sogar Donald Trump selbst. Endgültig genehmigt haben es die USA allerdings noch nicht.

Zehn Monate Poker unter Zolldruck

Das Projekt geht auf den Handelsdeal vom November 2025 zurück. Im Gegenzug für niedrigere US-Zölle versprach Seoul Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar. Davon sind 200 Milliarden für „strategische Industrien“ vorgesehen, höchstens 20 Milliarden pro Jahr. Weitere 150 Milliarden sollen in den Schiffbau fließen.

Präsident Lee Jae Myung räumte ein, die Verhandlungen hätten ihm „schlaflose Nächte“ bereitet. Das überrascht nicht, wenn man sich die Bedingungen anschaut:

  • Bis Südkorea sein Kapital samt Zinsen zurückhat, werden die Erträge 50 zu 50 geteilt.
  • Danach erhält Seoul nur noch 10 Prozent, Washington dagegen 90 Prozent.
  • Ob ein Projekt „wirtschaftlich vernünftig“ ist, entscheidet ein von den USA geführtes Komitee. Das letzte Wort hat Trump.

Kritiker aus Südkorea weisen darauf hin, dass Seoul zwar Einspruch erheben könne. Dann drohten aber höhere Zölle. Mit einer Partnerschaft auf Augenhöhe hat das wenig zu tun. Es wirkt eher wie ein Schutzgeld mit Renditeversprechen.

Die Rechnung, die nicht aufgeht

Nach Berichten südkoreanischer Medien rechnet die Regierung in Seoul über 20 Jahre mit Einnahmen von bis zu 45,4 Milliarden Dollar. Das soll reichen, um Kapital und Zinsen zurückzubekommen. Allerdings handelt es sich um Umsatz, nicht um Gewinn. Davon gehen noch Brennstoff, Wartung, Betrieb und Finanzierung ab. Bei einem Gaskraftwerk ist das Gas selbst der größte Kostenblock.

Dazu kommt, dass Korea bis zur Rückzahlung nur die Hälfte der Erträge erhält. Eine nachvollziehbare Aufschlüsselung, wie diese Rechnung aufgehen soll, hat Seoul bisher nicht veröffentlicht. Einen Stromabnahmevertrag gibt es Berichten zufolge ebenfalls noch nicht. Er soll erst 2027 unterzeichnet werden. Außerdem soll Washington verlangt haben, das Projekt um rund 25 Prozent auf etwa 25 Milliarden Dollar zu vergrößern.

Turbinen: Das eigentliche Nadelöhr

Das Geld ist dabei noch das kleinere Problem. Große Gasturbinen gelten bis 2030 als praktisch ausverkauft. Neue Bestellungen könnten womöglich erst 2032 geliefert werden. Die großen Tech-Konzerne wollen alle gleichzeitig dieselben Megawatt. Das zeigt sich im Preis: Umgerechnet kostet Encinal rund 3.540 Dollar pro Kilowatt. Das ist weit mehr, als solche Kraftwerke vor dem KI-Boom kosteten.

Japan ist diesen Weg bereits gegangen. Den Anfang seiner 550-Milliarden-Zusage machte ein 9,2-Gigawatt-Gaskraftwerk in Ohio, das pro Kilowatt fast genauso viel kostet. Dieses Projekt steckt Berichten zufolge inzwischen in Schwierigkeiten. Unangenehm für Seoul ist auch das: Unter den Turbinenherstellern, die Analysten als Profiteure sehen, ist kein koreanisches Unternehmen. Genannt werden GE Vernova, Siemens Energy, Mitsubishi Heavy und INNIO.

Erst zahlen, dann reden

Auch politisch wird der Deal genutzt, um Druck zu machen. Trump soll Seoul gedrängt haben, die USA im Krieg gegen den Iran zu unterstützen. Lee lehnt einen Kampfeinsatz ab. Beim Bau atomgetriebener U-Boote, den Südkorea anstrebt, kommt die Zusammenarbeit kaum voran. Ein koreanischer Beamter sagte Medienberichten zufolge, Fortschritte seien erst dann in Aussicht gestellt worden, wenn Seoul Investitionen verkündet habe.

Als nächste Projekte sollen Atomkraftwerke und ein verkleinertes Flüssiggasprojekt in Alaska folgen. Zudem verhandelt Korea über einen Anteil an Westinghouse, der Berichten zufolge deutlich kleiner ausfallen soll als ursprünglich geplant. Offen sind damit noch rund 328 Milliarden Dollar.

Das sollte auch Berlin und Brüssel aufhorchen lassen. Die EU hat Washington ebenfalls hohe Investitionen in Aussicht gestellt. Der Fall Südkorea zeigt, wie schnell daraus Kapital wird, über dessen Verwendung andere bestimmen. Wer sein Vermögen gegen politische Launen absichern möchte, findet in physischem Gold und Silber einen bewährten Baustein. Beide Metalle sind unabhängig von Zolldrohungen und Investitionskomitees.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen allein.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen