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09.01.2026
17:22 Uhr

Trump trommelt Öl-Giganten zusammen: Milliarden-Poker um Venezuelas schwarzes Gold

Trump trommelt Öl-Giganten zusammen: Milliarden-Poker um Venezuelas schwarzes Gold

Ein bemerkenswertes Schauspiel bahnt sich im Weißen Haus an: Präsident Donald Trump hat die Crème de la Crème der internationalen Ölindustrie zu einem Gipfeltreffen geladen. Die Botschaft ist unmissverständlich – Venezuela, das Land mit den größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt, soll wieder zum Spielfeld amerikanischer Energiekonzerne werden.

Hochkarätige Gästeliste im Oval Office

Die Liste der erwarteten Teilnehmer liest sich wie das Who's Who der globalen Energiebranche: Führungskräfte von Chevron, Exxon, ConocoPhillips, Shell, Halliburton, Marathon und zahlreichen weiteren Schwergewichten werden erwartet. Flankiert wird das Treffen von Außenminister Marco Rubio, Energieminister Chris Wright und Innenminister Doug Burgum. Wright hatte bereits im Vorfeld separate Gespräche mit mehreren Konzernchefs geführt – ein deutliches Zeichen dafür, wie ernst es der Administration mit diesem Vorhaben ist.

Im Zentrum der Diskussionen sollen laut Weißem Haus "Investitionsmöglichkeiten zur Wiederherstellung der venezolanischen Ölinfrastruktur" stehen. Trump selbst hat die Messlatte dabei bemerkenswert hoch gelegt: Mindestens 100 Milliarden Dollar sollen die Unternehmen in den Wiederaufbau der maroden Ölindustrie des südamerikanischen Landes investieren.

Aggressive Druckkampagne als Verhandlungshebel

Die Trump-Administration setzt dabei auf eine Kombination aus Zuckerbrot und Peitsche. Eine neue Öl-"Quarantäne" gegen Venezuela wurde verhängt, erst am Freitag wurde ein weiterer Tanker beschlagnahmt – bereits die fünfte derartige Aktion in den vergangenen Wochen. Rubio sprach von "enormer Hebelwirkung" und kündigte an, bis zu 50 Millionen Barrel sanktioniertes Rohöl auf dem freien Markt zu verkaufen. Die Erlöse würden unter amerikanischer Kontrolle bleiben.

"Ich denke, wir können das in weniger Zeit schaffen, aber es wird viel Geld kosten. Eine enorme Summe wird ausgegeben werden müssen, und die Ölkonzerne werden sie ausgeben – dann werden sie von uns oder durch Einnahmen entschädigt."

Diese Aussage Trumps gegenüber NBC News offenbart einen bemerkenswerten Ansatz: Der amerikanische Steuerzahler könnte letztlich für die Subventionierung der Ölkonzerne aufkommen. Ein Zeitrahmen von weniger als 18 Monaten für den Wiederaufbau steht dabei in krassem Widerspruch zu Experteneinschätzungen, die von einem Jahrzehnt und Kosten von über 100 Milliarden Dollar ausgehen.

Skepsis in der Branche trotz verlockender Reserven

Trotz der enormen Ressourcen Venezuelas bleiben Branchenkenner vorsichtig. Chevron ist derzeit der einzige große amerikanische Ölproduzent, der nach der Verstaatlichung unter Hugo Chávez noch im Land operiert. Die Gründe für die Zurückhaltung anderer Konzerne sind vielfältig: hohe Kosten, politische Unsicherheit und Venezuelas Geschichte von Vermögensbeschlagnahmungen schrecken potenzielle Investoren ab.

Hinzu kommt ein technisches Problem: Venezolanisches Rohöl ist schwer und schwieriger zu raffinieren. Zwar sind einige Raffinerien an der Golfküste dafür ausgerüstet, doch die Herausforderungen bleiben erheblich. Experten schätzen, dass die Wiederherstellung des venezolanischen Ölsystems etwa 10 Milliarden Dollar jährlich über das nächste Jahrzehnt erfordern würde.

Die entscheidenden Fragen bleiben offen

Branchenteilnehmer betonen, dass das Interesse an Venezuela durchaus real sei. Doch die bloße Entfernung von Präsident Nicolás Maduro reiche nicht aus, um Kapital freizusetzen. Die Konzerne wollen Klarheit darüber, ob eine stabile Regierung entstehen wird, ob Verträge und Rechtsstaatlichkeit respektiert werden – und vor allem, ob die amerikanische politische Unterstützung für ihre Präsenz in Venezuela über Trumps Amtszeit hinaus Bestand haben wird.

Diese letzte Frage ist von besonderer Brisanz. Investitionen in Milliardenhöhe erfordern langfristige Planungssicherheit. Sollte eine künftige US-Administration die Venezuela-Politik ändern, könnten die Konzerne auf ihren Investitionen sitzen bleiben – ein Risiko, das selbst die größten Ölmultis nicht leichtfertig eingehen werden.

Ein geopolitisches Kalkül mit vielen Unbekannten

Trumps Venezuela-Strategie ist Teil eines größeren geopolitischen Kalküls. Die Erschließung venezolanischer Ölreserven könnte nicht nur amerikanischen Verbrauchern und Energieunternehmen zugutekommen, sondern auch die wirtschaftliche Erholung des krisengeschüttelten Landes vorantreiben. Gleichzeitig würde eine verstärkte amerikanische Präsenz in Venezuela den Einfluss konkurrierender Mächte wie China und Russland in der Region zurückdrängen.

Ob dieser ambitionierte Plan aufgeht, bleibt abzuwarten. Die Ölindustrie hat in der Vergangenheit schmerzhafte Erfahrungen mit politisch instabilen Regionen gemacht. Venezuela unter Chávez und Maduro war ein Paradebeispiel dafür, wie schnell ausländische Investitionen durch Verstaatlichungen zunichtegemacht werden können. Diese Erinnerungen sitzen tief – und kein noch so verlockender Rohstoffreichtum kann sie vollständig auslöschen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Rohstoffe und Energieunternehmen sind mit erheblichen Risiken verbunden. Jeder Anleger ist für seine eigenen Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen sowie eigene Recherchen durchführen.

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