
Ukraine-Milliarden: Merz verteilt, während Deutschland sparen muss

Der Kanzler kommt mit dem Sonderzug nach Kiew, und die Spendierhosen hat er gleich dabei. Bei seinem Überraschungsbesuch am 4. Oktober hat Friedrich Merz (CDU) der Ukraine weitere 1,35 Milliarden Euro zugesagt. Seitdem kocht in den sozialen Netzwerken die Wut. Insgesamt hat Deutschland inzwischen fast 102 Milliarden Euro an Kiew überwiesen.
Das neue Paket: Drohnen, Raketen, Stromnetz
Laut Medienberichten setzt sich das Paket aus einer Milliarde Euro Militärhilfe und 350 Millionen Euro für die zerbombte Energie-Infrastruktur zusammen. Das Geld soll in Abfangdrohnen, Waffen mit großer Reichweite und Satellitentechnik fließen. Mit nach Kiew reisten Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und eine Delegation aus der Rüstungs- und Energiebranche. Moskau hatte ausländische Politiker zuvor ausdrücklich vor Reisen in die Ukraine gewarnt.
Die Bundesregierung argumentiert, die Hilfe liege im deutschen Eigeninteresse. Sie verweist auf russische Cyberangriffe und Desinformation. In Kiew sagte Merz:
„Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns.“
Die Rechnung: Fast ein Fünftel eines Bundeshaushalts
Die offiziellen Zahlen ergeben eine beachtliche Bilanz. Seit Kriegsbeginn hat der Bund rund 43,3 Milliarden Euro für zivile Hilfe ausgegeben. Dazu kommen 57,6 Milliarden Euro für Waffen und Ausrüstung sowie 254,5 Millionen Euro, die das Auswärtige Amt in die Stabilisierung gesteckt hat. Deutschland ist damit der größte bilaterale Unterstützer der Ukraine.
Zum Vergleich: Der Bundestag hat für 2026 Gesamtausgaben von 524,54 Milliarden Euro beschlossen. Die bisherige Ukraine-Hilfe entspricht also knapp 20 Prozent eines kompletten Jahreshaushalts. Mit dieser Summe ließe sich manche marode Brücke und manches Schulgebäude in Deutschland sanieren.
Die versteckte Haftung
Damit ist die Rechnung aber noch nicht vollständig. Für den 90-Milliarden-Kredit der EU an Kiew haftet Deutschland anteilig mit. Dem Bericht zufolge beläuft sich der deutsche Anteil auf schätzungsweise 23 bis 25 Milliarden Euro. Noch handelt es sich nur um eine Eventualhaftung, es ist also kein Geld geflossen. Ob das finanziell angeschlagene Land den Kredit jemals zurückzahlen kann, bezweifeln Beobachter jedoch stark. Rechnet man die Haftung mit, kommen mehr als 127 Milliarden Euro zusammen.
Sparen predigen, Milliarden zusagen
Besonders bitter stößt vielen Bürgern der Widerspruch auf. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte am 23. September noch gewarnt, wer glaube, man könne einfach so weitermachen wie bisher, der irre sich. Er kündigte „mutige und teils unbequeme Entscheidungen“ an. Auch Merz' eigene Worte machen im Netz wieder die Runde. Deutschland müsse mehr und effizienter arbeiten, hatte er gesagt, und könne sich das heutige System „einfach nicht mehr leisten“.
Der Kanzler kündigt den eigenen Bürgern also Einschnitte an und reist gleichzeitig mit Milliardenzusagen nach Kiew. Ist es da ein Wunder, dass viele Steuerzahler an der Prioritätensetzung dieser Regierung zweifeln?
Bürgergeld: Der Posten, der in keiner Bilanz auftaucht
In der offiziellen Aufstellung fehlen zudem die Kosten im Inland. In Deutschland leben derzeit etwa 1,18 Millionen Menschen mit ukrainischem Pass. Nach Angaben des Arbeitsministeriums wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 2,9 Milliarden Euro Bürgergeld an 633.000 Ukrainer gezahlt. Aufs Jahr gerechnet sind das fast sechs Milliarden Euro. Ändert sich an der geringen Beschäftigungsquote nichts, kämen in fünf Jahren rund 30 Milliarden Euro zusammen. Ursache dafür ist eine politische Entscheidung: Geflüchtete aus der Ukraine erhalten Bürgergeld statt Asylbewerberleistungen. Die Debatte um diesen Fehlanreiz dauert seit Jahren an.
Fazit: Wer zahlt am Ende?
Ob man die Ukraine-Politik der Bundesregierung für richtig hält oder nicht, die Rechnung zahlen am Ende die Bürger. Das geschieht über Steuern, über neue Schulden und über Haftungsrisiken, die erst Jahre später fällig werden können. Viele Sparer setzen deshalb zur Absicherung auf Werte, die keine Regierung einfach verteilen kann. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen ein solider Anker sein.
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