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Umfrage-Beben: AfD bei 28 Prozent, Merz-Union steckt im Keller fest!

Umfrage-Beben: AfD bei 28 Prozent, Merz-Union steckt im Keller fest!
Symbolbild: KI-generiert

Zehn Prozentpunkte Abstand und kein Zeichen von Besserung: In der neuen Sonntagsfrage des Instituts YouGov liegt die AfD mit 28 Prozent weiter klar vorn. CDU und CSU kommen wie schon im September auf 18 Prozent. Befragt wurden die Teilnehmer zwischen dem 16. und 19. Oktober 2026. Für die Partei des Kanzlers ist das ein bitterer Befund.

Die AfD verliert zwar einen Punkt im Vergleich zum Vormonat. Für Friedrich Merz bringt das aber keine Entlastung. Die Union verharrt Medienberichten zufolge auf ihrem Rekordtief.

Das Kräfteverhältnis im Überblick

Laut YouGov sieht die politische Landschaft derzeit so aus:

  • AfD: 28 Prozent (minus 1)
  • CDU/CSU: 18 Prozent (unverändert)
  • Grüne: 16 Prozent (unverändert)
  • SPD: 14 Prozent (plus 1)
  • Linke: 10 Prozent (unverändert)
  • FDP: 5 Prozent (unverändert)
  • BSW: 3 Prozent (minus 1)
  • Sonstige: 6 Prozent (plus 1)

Ihre Wahlabsicht nannten 1.773 der insgesamt 2.202 befragten Wahlberechtigten. Nach Angaben des Instituts liegt die Fehlertoleranz bei einem Anteil von 50 Prozent bei rund 2,3 Prozentpunkten.

Vom Wahlsieger zur Zwergenkoalition?

Ein Blick zurück zeigt, wie tief der Absturz ist. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 holte die Union noch 28,5 Prozent. Die AfD kam damals auf 20,8 Prozent. Gut anderthalb Jahre später hat sich das Verhältnis praktisch umgedreht.

Union und SPD erreichen zusammen gerade noch 32 Prozent. Von einer Mehrheit ist das weit entfernt. Bei vielen Bürgern dürfte vor allem eines hängen geblieben sein: Im Wahlkampf versprach Merz eine solide Haushaltspolitik, dann kamen Schulden in Rekordhöhe für Sondervermögen und Klimaziele. Aus Sicht von Kritikern zahlt der Kanzler jetzt dafür. Die Grünen sind dagegen gestärkt. Mit 16 Prozent liegen sie deutlich über ihrem Wahlergebnis von 11,6 Prozent und nur noch zwei Punkte hinter der Union.

SPD im Personalchaos und trotzdem mit Plus

Der kleine Zugewinn der SPD fällt in eine unruhige Zeit. Bärbel Bas hat Medienberichten zufolge den Parteivorsitz abgegeben und ist als Arbeitsministerin zurückgetreten. Ihr Nachfolger im Ministerium ist der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer, der inzwischen vereidigt wurde. Ob ein einziger Prozentpunkt schon eine Trendwende ist, darf man bezweifeln. Bei dieser Fehlertoleranz kann er auch statistisches Rauschen sein.

Zitterpartie für FDP und BSW

Für die Liberalen geht es um alles. Mit 5 Prozent liegen sie bei YouGov genau auf der Hürde, andere Institute sehen sie Berichten zufolge darunter. Das BSW rutscht auf 3 Prozent ab und entfernt sich weiter von einem Comeback im Bundestag.

Antisemitismus als Streitpunkt in Berlin

YouGov hat außerdem nach Vorurteilen gegenüber Juden gefragt. Anlass sind die Sondierungsgespräche von SPD, Grünen und Linken in Berlin. Dort spielt das Verhältnis der Linken zu Israel laut dem Institut eine wichtige Rolle. 46 Prozent der Befragten halten Vorurteile gegenüber Juden für ein Problem in Deutschland. Bei der Linken sehen 42 Prozent ein solches Problem, bei der AfD sind es 54 Prozent. Für eine mögliche rot-grün-rote Koalition in der Hauptstadt ist das eine schwere Belastung.

Fazit: Die Stimmung ist festgefahren

Die Zahlen zeigen keine Momentaufnahme, sondern einen Zustand. Die Regierung Merz hat bisher keinen Weg gefunden, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Kosmetik im Kabinett und Schulden auf Pump werden daran kaum etwas ändern. Viele Wähler wünschen sich, dass in Berlin wieder spürbar für die Interessen von Familien, Leistungsträgern und Mittelstand Politik gemacht wird.

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