
Wirtschaftsexperten warnen: Aufweichung des Verbrenner-Verbots könnte Deutschland teuer zu stehen kommen
Die geplante Kehrtwende der EU-Kommission beim Verbrenner-Aus ab 2035 sorgt für heftige Kritik aus der Wirtschaftswissenschaft. Während die Politik offenbar einknickt, schlagen führende Ökonomen Alarm: Die vermeintliche Rettung der deutschen Autoindustrie könnte sich als fataler Bumerang erweisen.
Wirtschaftsweise Schnitzer: „Ich fürchte, das Gegenteil ist der Fall"
Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, findet deutliche Worte. Auf die Frage, ob eine Abkehr vom Verbrenner-Verbot deutsche Arbeitsplätze retten würde, antwortet sie unmissverständlich: Sie fürchte, das Gegenteil sei der Fall. Die Maßnahme löse weder die aktuellen Probleme der Autohersteller noch sichere sie Industriearbeitsplätze in Deutschland.
Besonders problematisch sei die Signalwirkung an die Industrie. Viele Unternehmen hätten bereits erhebliche Summen in alternative Antriebe investiert. Nun würden widersprüchliche Signale gesendet, die Planungssicherheit zerstören und Investitionen gefährden. Ein vermeintlicher Wettbewerbsvorteil deutscher Hersteller bei Verbrennungsmotoren sei allenfalls kurzfristig, warnt Schnitzer.
Autoexperte Dudenhöffer spricht von „Katastrophe"
Der renommierte Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer geht noch weiter und bezeichnet die geplante Lockerung der CO₂-Vorgaben als regelrechte Katastrophe. Er warnt eindringlich vor sinkenden Investitionen und einem wachsenden technologischen Abstand zu China. Während deutsche Hersteller sich in Scheingefechten um Verbrennungsmotoren verlieren, baut das Reich der Mitte seine Dominanz bei Elektrofahrzeugen unaufhaltsam aus.
Experten sehen nur eine Symboldebatte
Thomas Puls vom Institut der deutschen Wirtschaft bezeichnet die gesamte Diskussion als reine Symboldebatte. Elektroautos und Plug-in-Hybride seien bis 2035 für die meisten Anwendungen ohnehin die bessere Lösung. Die Realität des Marktes werde sich durchsetzen, unabhängig von politischen Entscheidungen.
Sebastian Dullien von der Hans-Böckler-Stiftung sieht die eigentlichen Probleme deutscher Hersteller ganz woanders: in technologischen Rückständen, etwa bei Batteriezellen. Er stellt die unbequeme Frage, ob Konzernmanager kurzfristige Gewinne oder langfristige Interessen von Industrie und Beschäftigten verfolgten.
Neue Verbrenner-Modelle bleiben Wunschdenken
Anita Wölfl vom Ifo-Institut kritisiert die zu lange verfolgte Doppelstrategie zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen. Diese rechne sich auf Dauer schlicht nicht. Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Viele Hersteller investieren bereits nicht mehr in Benziner und Diesel. Neue Verbrennermodelle seien daher kaum zu erwarten – ganz gleich, was die Politik beschließt.
Die EU-Kommission plant dennoch, eine Rücknahme des sogenannten Verbrenner-Aus vorzuschlagen. Nach derzeitigem Stand soll empfohlen werden, auch nach 2035 Neuwagen mit Verbrennertechnologie zuzulassen. Ein Zugeständnis an politischen Druck, das die wirtschaftliche Realität ignoriert.
Deutschland droht den Anschluss zu verlieren
Die Kritik der Ökonomen offenbart ein grundlegendes Problem deutscher Wirtschaftspolitik: Statt mutig in die Zukunft zu investieren, klammert man sich an vergangene Erfolge. Während China und die USA massiv in Elektromobilität und Batterietechnologie investieren, diskutiert Deutschland über die Wiederbelebung einer auslaufenden Technologie. Die Zeche werden am Ende die Arbeitnehmer zahlen, deren Arbeitsplätze man vorgeblich schützen wollte.
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