
Wolfsburg vor dem Kahlschlag: VW-Chef Blume will Sparhammer noch dieses Jahr durchdrücken

Es ist das Bild eines Konzerns im freien Fall: Vier Werke auf der Kippe, bis zu 50.000 Arbeitsplätze in Gefahr – und ein Vorstandschef, der offenbar nur noch eine Priorität kennt: das große Sparpaket durchzuboxen, koste es, was es wolle. Volkswagen-Boss Oliver Blume will die neuen Kürzungspläne für den einstigen Stolz der deutschen Industrie noch vor dem Jahreswechsel unter Dach und Fach bringen. Bis Jahresende, so seine Ansage, sollen im Aufsichtsrat die entscheidenden Beschlüsse fallen.
Das Ende einer Legende?
Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Volkswagen – jenes Unternehmen, das über Jahrzehnte hinweg für deutsche Ingenieurskunst, Zuverlässigkeit und industrielle Stärke stand – einmal derart taumeln würde? Blume selbst räumte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur ein, dass es im Kontrollgremium »konstruktive, aber auch kontroverse Diskussionen« gegeben habe. Übersetzt in Klartext heißt das: Es rumort gewaltig. Die Arbeitnehmervertreter und das an VW beteiligte Land Niedersachsen stellen sich quer – und das aus gutem Grund.
»Wir gehen davon aus, dass wir bis Jahresende dort ein großes Stück weiter sind«, so Blume über den geplanten Fahrplan seiner Rosskur.
Wie konnte es so weit kommen?
Die entscheidende Frage, die kaum jemand offen ausspricht: Wie konnte der größte Autobauer Europas derart in die Knie gezwungen werden? Die Antwort liegt nicht allein im Management-Sessel von Wolfsburg, sondern auch – und das muss deutlich gesagt werden – in Berlin und Brüssel. Der ideologisch verordnete Umstieg auf die reine Elektromobilität, das Verbrenner-Aus, explodierende Energiepreise durch eine verfehlte Energiepolitik und eine erdrückende Bürokratie haben die deutsche Automobilindustrie in einen Würgegriff genommen, aus dem sie sich kaum noch befreien kann.
Während die Politik jahrelang jubelte, wenn wieder ein Windrad in Betrieb ging, verlor der industrielle Kern unseres Landes leise an Boden. Die Zeche zahlen nun jene, die immer die Zeche zahlen: die Arbeiter, die Familien, die Menschen, die morgens aufstehen und für ihr Geld hart schuften.
50.000 Existenzen als Verhandlungsmasse
Hinter den nüchternen Zahlen von »bis zu 50.000 Stellen« verbergen sich Zehntausende Schicksale. Familienväter, Alleinerziehende, langjährige Fachkräfte, deren Lebensplanung mit einem Federstrich im Aufsichtsrat zerbrechen könnte. Für September ist die nächste Sitzung angesetzt, weitere sollen folgen. Blume gibt sich zuversichtlich – doch Zuversicht in der Chefetage nützt wenig, wenn am Fließband die Angst umgeht.
Was bleibt dem Bürger?
Die Krise bei Volkswagen ist mehr als eine Konzernkrise – sie ist ein Alarmsignal für den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland. Wenn selbst ein Gigant wie VW ins Wanken gerät, sollte das jedem klarmachen, wie fragil vermeintliche Sicherheiten geworden sind. Arbeitsplätze, Aktienvermögen, Betriebsrenten: All das, was gestern noch als solide galt, kann heute schneller ins Rutschen geraten, als man »Standortnachteil« sagen kann.
Genau in solchen Zeiten zeigt sich, warum eine kluge Vermögensstreuung wichtiger denn je ist. Wer sein Erspartes allein auf Aktien einzelner Konzerne oder auf die Launen politischer Fehlentscheidungen setzt, spielt ein riskantes Spiel. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren – unabhängig davon, welcher Konzern gerade strauchelt oder welche Regierung gerade den nächsten Irrweg beschreitet. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen greifbaren Schutz, den kein Aufsichtsratsbeschluss über Nacht vernichten kann.
Ein Weckruf für die Politik
Deutschland braucht endlich wieder eine Politik, die die eigene Industrie schützt, statt sie mit ideologischen Experimenten in die Enge zu treiben. Der Fall Volkswagen ist ein mahnendes Beispiel dafür, was passiert, wenn Wirtschaftskompetenz jahrelang gegen grüne Träumereien eingetauscht wird. Die Menschen in diesem Land haben Besseres verdient – und ein Großteil von ihnen spürt längst, dass etwas gewaltig aus dem Ruder gelaufen ist.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jede Anlageentscheidung erfordert eine eigenständige und sorgfältige Recherche. Für Investitionsentscheidungen und deren Folgen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.
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