Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
08.09.2026
07:01 Uhr
KI-generiert

Yen-Beben erschüttert die Märkte: 4,7 Prozent in sechs Tagen!

Der japanische Yen legt eine der brutalsten Aufwertungsphasen seit Jahren hin. Binnen sechs Handelstagen stürzte das Währungspaar USD/JPY um 4,7 Prozent ab – am Dienstag bis auf 152,89. Und diesmal steckt offenbar keine Notenbank-Intervention dahinter, sondern der Markt selbst.

Vom 160er-Alarm zum Absturz

Ausgangspunkt war erneut die psychologisch aufgeladene Marke von 160 Yen je Dollar. Am 2. September kletterte USD/JPY auf 160,39 – und sofort kochten die Spekulationen über ein Eingreifen Tokios und Washingtons wieder hoch.

Nicht ohne Grund: Ende Juli hatten Japan und die USA erstmals gemeinsam Yen gekauft. Ein historisches Signal. Medienberichten zufolge drückte diese konzertierte Aktion den Dollar damals von rund 164 auf etwa 155 Yen, bevor ein Großteil der Bewegung wieder verpuffte.

Für den jüngsten Einbruch gibt es dagegen keine Belege für eine neue Intervention. Die Fundamentaldaten haben sich schlicht gedreht.

Wenn Notenbanker die Richtung wechseln

US-Finanzminister Scott Bessent zeigte sich Ende August zuversichtlich, dass Regierung und Notenbank Japans Schritte hin zu einem stärkeren Yen einleiten würden. Nach dem G20-Treffen habe er Tokio zudem indirekt nahegelegt, von seiner stark reflationären Linie abzurücken.

Die Bank of Japan lieferte prompt. BOJ-Chef Kazuo Ueda stellte eine Zinserhöhung für die kommende Woche offen zur Debatte, Direktoriumsmitglied Hajime Takata forderte, Zinsschritte künftig flexibel und ohne festes Zeitraster zu setzen. Laut MUFG bewerteten Anleger daraufhin ihre Erwartungen an die japanische Geldpolitik neu.

Gleichzeitig bröckelte die Dollar-Seite: Fed-Gouverneur Christopher Waller signalisierte, man könne mit einem weiteren Zinsschritt zuwarten. Die Zinsdifferenz schrumpft – und genau sie ist das Fundament der Yen-Carry-Trades.

Der Carry-Trade frisst seine Kinder

Zur Erinnerung: Beim Carry-Trade leihen sich Investoren billig Yen und stecken das Geld in höher verzinste Anlagen anderswo. Ein Geschäftsmodell, das jahrelang wie ein Perpetuum mobile wirkte – bis die Währung dreht. Dann wird aus der Gelddruckmaschine ein Margin Call.

Der Bruch der Marke 155 während des dünnen US-Feiertagshandels löste laut Bloomberg massenhaft Stop-Loss-Orders aus. Optionshändler mussten zusätzlich Dollar verkaufen, um sich abzusichern. Ein klassischer Selbstverstärker.

Bloomberg-Stratege Mark Cranfield verortet die nächste Zielzone bei rund 152. Aufschlussreich sei der Terminmarkt: Der Sprung der einjährigen Yen-Forwards zeige, dass Investoren ihre Yen-Shorts auch gegen Euro, Pfund und Franken zurückfahren. Es ist also echte Yen-Stärke – nicht bloß Dollar-Schwäche.

Nächste Woche wird zur Zerreißprobe

Die implizite Zwei-Wochen-Volatilität bei USD/JPY kletterte laut Bloomberg auf den höchsten Stand seit Mai 2025. Zusätzlich befeuern Spekulationen über eine Umschichtung des rund 300 Billionen Yen schweren Pensionsfonds GPIF die Fantasie – bestätigt ist davon bislang nichts.

Laut FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung am 16. September bei 58 Prozent. Einen Tag später startet die BOJ-Sitzung, bei der ein Zinsschritt nahezu vollständig eingepreist sei.

Für Anleger zeigt der Vorgang vor allem eines: Papierwährungen sind kein sicherer Hafen, sondern politisches Spielmaterial. Wenn zwei Finanzministerien gemeinsam am Devisenmarkt eingreifen müssen, um eine der wichtigsten Weltwährungen zu stabilisieren, ist das ein Warnsignal. Physisches Gold und Silber kennen kein Direktorium, das über ihren Wert abstimmt – als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bleiben sie deshalb aus unserer Sicht eine sinnvolle Ergänzung.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen ab. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen