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Kettner Edelmetalle
29.05.2026
09:42 Uhr

163 Jahre Tradition zerbröseln: Wie der deutsche Mittelstand systematisch zu Tode reguliert wird

163 Jahre Tradition zerbröseln: Wie der deutsche Mittelstand systematisch zu Tode reguliert wird

Wieder ist es soweit. Wieder fĂ€llt ein StĂŒck deutscher Wirtschaftsgeschichte dem stillen Sterben zum Opfer, das sich seit Jahren durch die Republik frisst wie Rost durch ungeschĂŒtztes Eisen. Der Passauer Hemden- und Blusenhersteller Eterna – ein Name, der ĂŒber anderthalb Jahrhunderte fĂŒr deutsche QualitĂ€tsarbeit stand – stellt nach 163 Jahren seinen Betrieb ein. Was bleibt, ist ein weiterer Grabstein auf dem stetig wachsenden Friedhof deutscher Traditionsunternehmen.

Wenn Geschichte nichts mehr zÀhlt

1863 gegrĂŒndet, hat Eterna zwei Weltkriege, Wirtschaftswunder, Ölkrisen und Globalisierungswellen ĂŒberlebt. Doch was Kaiserreich, Diktatur und Nachkriegszeit nicht schafften, vollbringt nun die Kombination aus politischem Versagen und wirtschaftlicher Erstickungspolitik mit beklemmender Effizienz. Die Insolvenz war absehbar, die Investorensuche zog sich lange hin – am Ende blieb das Aus.

Immerhin: Der Konkurrent Olymp sicherte sich die Markenrechte. Ein schwacher Trost, denn der Name mag ĂŒberleben, die Produktion und vor allem die ArbeitsplĂ€tze tun es nicht.

Die wahren Brandbeschleuniger des Niedergangs

Man muss kein Wirtschaftsprophet sein, um die Ursachen zu benennen. Eine schwache Konsumstimmung, explodierende Energiekosten, immer höhere Personalausgaben und eine Abgabenlast, die ihresgleichen sucht – das ist der Cocktail, der den stationĂ€ren Handel und die deutsche Textilbranche systematisch vergiftet.

Ein Land, das seine Energie verteuert, seine BĂŒrokratie aufblĂ€ht und seine Unternehmen mit Abgaben erdrĂŒckt, braucht sich ĂŒber sterbende Traditionsmarken nicht zu wundern.

WĂ€hrend die Politik in Berlin von KlimaneutralitĂ€t bis 2045 trĂ€umt und 500 Milliarden Euro an neuen Schulden verteilt, verschwinden im Hintergrund die Betriebe, die dieses Land einst groß gemacht haben. Der deutsche Einzelhandel könnte schon bald unter die Marke von 300.000 GeschĂ€ften rutschen. Ist das der Strukturwandel, den uns die selbsternannten Experten so vollmundig versprochen haben?

Ein Muster, das niemand mehr leugnen kann

Eterna ist kein Einzelfall, sondern Symptom. Reihenweise kapitulieren ModehĂ€user, MittelstĂ€ndler und Familienbetriebe vor einem Standort, der fĂŒr Unternehmer zunehmend unattraktiv geworden ist. Die hohen Energiepreise – Folge einer ideologisch getriebenen Energiewende – treffen energieintensive Branchen mit voller Wucht. Wer in Deutschland produziert, kĂ€mpft lĂ€ngst mit gefesselten HĂ€nden gegen internationale Konkurrenz.

Was Deutschland jetzt brÀuchte

Statt immer neuer Belastungen brauchte dieses Land endlich eine Politik, die wieder fĂŒr die Wirtschaft und fĂŒr die BĂŒrger arbeitet – und nicht gegen sie. WettbewerbsfĂ€hige Energiepreise, weniger BĂŒrokratie, eine spĂŒrbare Entlastung beim Abgabenwahnsinn. Doch davon ist auch unter der neuen Großen Koalition wenig zu sehen.

Der Niedergang von Eterna sollte ein Weckruf sein. In einer Zeit, in der Papierwerte, Aktienkurse und volatile Anlageklassen tĂ€glich beweisen, wie fragil das gesamte System ist, gewinnt eine alte Wahrheit wieder an Strahlkraft: Echter, krisenfester Wert liegt nicht in vergĂ€nglichen Versprechen, sondern in bestĂ€ndigen Sachwerten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie StĂŒrme ĂŒberdauern – anders als so manche Traditionsmarke, die der politischen Misswirtschaft zum Opfer fĂ€llt. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie genau jene StabilitĂ€t, die die Realwirtschaft derzeit so schmerzlich vermissen lĂ€sst.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt die Meinung unserer Redaktion dar und dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigenstĂ€ndig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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