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Kettner Edelmetalle
27.02.2026
07:26 Uhr

Chinas Würgegriff bei Seltenen Erden: US-Rüstungs- und Chipindustrie geraten in ernste Bedrängnis

Während Politiker in Washington und Peking diplomatische Nettigkeiten austauschen und von Handelsentspannung fabulieren, spielt sich hinter den Kulissen ein geostrategisches Drama ab, das die westliche Welt in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Die Versorgung der amerikanischen Luft- und Raumfahrtindustrie sowie der Halbleiterbranche mit Seltenen Erden verschlechtert sich dramatisch – und das trotz des vermeintlichen Handelsfriedens zwischen den USA und China.

Yttrium und Scandium: Winzige Mengen, gewaltige Wirkung

Im Zentrum der Krise stehen zwei Elemente, deren Namen die meisten Menschen noch nie gehört haben dürften: Yttrium und Scandium. Beide gehören zur Familie der 17 Seltenen Erden, jener strategisch unverzichtbaren Rohstoffe, die in winzigen, aber absolut kritischen Mengen in Verteidigungstechnologie, Triebwerken und modernsten Halbleitern zum Einsatz kommen. Und beide werden nahezu ausschließlich in China produziert.

Die Zahlen sprechen eine erschreckend deutliche Sprache. Seit Peking im April vergangenen Jahres Exportbeschränkungen verhängte, sind die chinesischen Yttrium-Lieferungen in die USA regelrecht eingebrochen: Gerade einmal 17 Tonnen erreichten in den acht Monaten nach Einführung der Kontrollen amerikanischen Boden – verglichen mit 333 Tonnen in den acht Monaten davor. Das ist ein Rückgang um über 94 Prozent. Wer hier noch von einer funktionierenden Handelsbeziehung spricht, der betreibt Realitätsverweigerung.

Preisexplosion und Produktionsstopps

Die Konsequenzen sind bereits spürbar – und sie werden von Woche zu Woche gravierender. Der Preis für Yttriumoxid sei seit November um 60 Prozent gestiegen und liege mittlerweile beim 69-fachen des Vorjahreswertes. Eine solche Preisexplosion hat es bei diesem Material noch nie gegeben. Beschichtungshersteller hätten begonnen, ihr Material zu rationieren, berichteten Brancheninsider.

Zwei nordamerikanische Unternehmen, die Yttrium für die Herstellung von Hochtemperaturbeschichtungen verwenden, mussten demnach ihre Produktion vorübergehend einstellen. Eines dieser Unternehmen weise inzwischen kleinere und ausländische Kunden ab, um die knappen Vorräte für Großkunden – darunter bedeutende Triebwerkshersteller – zu sichern. Ein weiteres Unternehmen in der Beschichtungs-Lieferkette habe sein Material vollständig aufgebraucht und den Verkauf yttriumhaltiger Produkte komplett eingestellt.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ohne diese Beschichtungen können Triebwerke und Turbinen schlicht nicht betrieben werden, weil sie bei den extremen Temperaturen schmelzen würden. Yttrium ist kein Luxusgut – es ist eine existenzielle Notwendigkeit für die westliche Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie.

Scandium-Mangel bedroht 5G-Chipproduktion

Doch damit nicht genug. Neben Yttrium wird auch Scandium in den USA zunehmend knapp. Dieses Element spielt eine entscheidende Rolle bei der Herstellung von 5G-Chips der nächsten Generation. Wie Branchenexperten berichten, seien praktisch alle großen US-Halbleiterhersteller auf Scandium angewiesen, das in Chipkomponenten verbaut werde, die in „im Grunde jedem 5G-Smartphone und jeder Basisstation" steckten.

Die Vereinigten Staaten verfügten derzeit über keinerlei inländische Scandium-Produktion und keine funktionsfähigen alternativen Bezugsquellen außerhalb Chinas. Die vorhandenen Lagerbestände würden voraussichtlich nur noch Monate, nicht Jahre reichen. US-Chiphersteller hätten in den vergangenen Monaten Verzögerungen bei der Erteilung neuer Scandium-Exportlizenzen durch China erlebt und sich hilfesuchend an Washington gewandt.

Besonders perfide: Viele dieser Firmen hatten versucht, Scandium über Drittländer zu beziehen. Doch China verlangt von Lizenzantragstellern die Offenlegung der Endverbraucher. Ein US-Regierungsbeamter formulierte es unverblümt: Die Halbleiterindustrie werde gezielt ins Visier genommen.

Europas fatale Abhängigkeit

Was für die USA gilt, trifft auf Europa – und insbesondere auf Deutschland – in noch verschärfter Form zu. Während die Amerikaner immerhin über eine gewisse strategische Tiefe und militärische Ressourcen verfügen, hat sich die Bundesrepublik über Jahrzehnte hinweg in eine geradezu groteske Abhängigkeit von chinesischen Rohstofflieferungen manövriert. Die deutsche Industrie, einst Stolz und Rückgrat der europäischen Wirtschaft, hängt bei kritischen Mineralien am Tropf Pekings – und die politische Klasse in Berlin hat dieses Problem jahrelang sträflich ignoriert.

Statt in den Aufbau eigener Lieferketten und die Erschließung alternativer Rohstoffquellen zu investieren, hat man sich lieber mit Gendersternchen und Klimaneutralitätszielen beschäftigt. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung fließt in Infrastruktur – aber wo bleibt die strategische Rohstoffsicherung? Wo bleibt der Plan, Deutschland aus der Abhängigkeit von einem autoritären Regime zu befreien, das seine Rohstoffmacht als geopolitische Waffe einsetzt?

Ein Weckruf, der nicht ignoriert werden darf

Der Luft- und Raumfahrt-Experte Kevin Michaels brachte es auf den Punkt: Dies sei ein „greifbares Beispiel dafür, wie China seinen Seltene-Erden-Muskel spielen lässt". Die Triebwerkshersteller stünden ohnehin bereits unter enormem Druck, die Nachfrage nach Ersatzteilen von Fluggesellschaften und die höhere Produktion von Boeing und Airbus zu bedienen.

Das Weiße Haus erklärte, die Trump-Administration sei entschlossen, den Zugang zu kritischen Mineralien für alle US-Unternehmen sicherzustellen. Dies umfasse Verhandlungen mit China, die Überwachung der Einhaltung bestehender Vereinbarungen sowie den Aufbau alternativer Lieferketten. Ob diese Worte mehr als diplomatische Floskeln sind, wird sich beim geplanten Gipfeltreffen zwischen Trump und Xi im März in Peking zeigen.

Eines steht fest: Die westliche Welt hat sich in eine strategische Sackgasse manövriert, aus der es keinen schnellen Ausweg gibt. Der Aufbau alternativer Produktionskapazitäten für Seltene Erden dauert Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Und solange China über diesen Hebel verfügt, wird Peking ihn nutzen – diplomatische Sonntagsreden hin oder her.

Edelmetalle als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten

Die eskalierende Rohstoffkrise und die damit verbundenen geopolitischen Spannungen unterstreichen einmal mehr, wie fragil die globalen Lieferketten und Wirtschaftsstrukturen geworden sind. In einem solchen Umfeld gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Instrumente der Vermögenssicherung zusätzlich an Bedeutung. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich einen Stabilitätsanker, der unabhängig von geopolitischen Verwerfungen und Lieferkettenkrisen seinen Wert bewahrt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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