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Kettner Edelmetalle
30.01.2026
06:39 Uhr

Deutschlands Gasspeicher im freien Fall: Droht eine monatelange Mangellage?

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache, doch die Bundesnetzagentur beschwichtigt weiter. Während die deutschen Gasspeicher auf historische Tiefstände zusteuern, verkündet Behördenchef Klaus Müller gebetsmühlenartig, es gebe „kein Indiz für eine Gasmangellage". Eine Einschätzung, die angesichts der nackten Fakten geradezu grotesk anmutet.

Füllstände im Sturzflug – und kein Ende in Sicht

Am 29. Januar 2026 liegt der durchschnittliche Füllstand der deutschen Gasspeicher bei mageren 33,5 Prozent. Tag für Tag schwinden weitere 0,8 Prozentpunkte dahin. Zum Vergleich: Vor einem Jahr, Ende Januar 2025, waren die Speicher noch zu rund 57 Prozent gefüllt – satte 24 Prozentpunkte mehr als heute. Ein dramatischer Unterschied, der die ganze Misere der deutschen Energiepolitik offenbart.

Frost und Schnee halten Deutschland weiterhin fest im Griff. Die Heizungen laufen auf Hochtouren, der Gasverbrauch bleibt entsprechend hoch. Doch statt ehrlicher Bestandsaufnahme serviert man den Bürgern Durchhalteparolen.

Das LNG-Märchen entlarvt

Besonders aufschlussreich sind die Analysen des Energieexperten Stefan Spiegelsperger, in Fachkreisen auch als „Mr. Blackout" bekannt. Er zerlegt das Argument der Bundesnetzagentur, wonach die neuen LNG-Terminals die Versorgung sichern würden, mit chirurgischer Präzision.

„LNG macht 13 Prozent unserer Importe aus. Das ist zwar nur gut die halbe Kapazität. Aber woher kommen die Schiffe?"

Eine berechtigte Frage, die in Berlin offenbar niemand stellen möchte. Die Flüssiggas-Terminals, einst als Rettungsanker der deutschen Energieversorgung gepriesen, entpuppen sich als das, was kritische Beobachter von Anfang an vermuteten: ein teures Feigenblatt, das die strukturellen Probleme bestenfalls kaschiert.

Gaskraftwerke fressen die Reserven auf

Verschärfend kommt hinzu, was die Architekten der sogenannten Energiewende offenbar nicht bedacht haben: An wind- und sonnenarmen Tagen müssen Gaskraftwerke einspringen, um den Strombedarf zu decken. Spiegelsperger rechnet vor, dass an Spitzentagen mit durchgängig rund 21 Gigawatt Leistung aller deutschen Gaskraftwerke etwa 960 Gigawattstunden Gas verstromt werden. Bei täglichen Importen von nur 2.300 Gigawattstunden ein gewaltiger Anteil.

Die Ironie könnte kaum größer sein: Der forcierte Ausbau der „erneuerbaren" Energien führt paradoxerweise zu einem Rekordverbrauch an Erdgas. So sieht sie aus, die grüne Energiewende in der Praxis.

Drei Monate Mangellage ab Februar?

Nach Spiegelspergers Berechnungen wird Deutschland etwa am 18. Februar die kritische 20-Prozent-Marke unterschreiten. Ab diesem Punkt beginnt offiziell die Gasmangellage, in der erste Verbraucher – vornehmlich Industrie und Freizeiteinrichtungen – zum Sparen aufgefordert werden.

Noch beunruhigender: Der Experte prognostiziert, dass diese Mangellage bis weit in den Juni hinein andauern könnte. Drei Monate, in denen die deutsche Wirtschaft unter verschärften Bedingungen operieren müsste. Die Konsequenzen für den ohnehin angeschlagenen Industriestandort Deutschland wären verheerend.

Stille Absenkung der Standards

Bemerkenswert ist auch, wie die Bundesnetzagentur ihre eigenen Bewertungsmaßstäbe angepasst hat. Im Winter 2023/24 galt ein Füllstand von unter 55 Prozent zum 1. Februar bereits als „angespannt", unter 40 Prozent als „kritisch". Diese Einstufung existiert heute schlicht nicht mehr. Stattdessen wurde die gesetzliche Zielvorgabe auf bescheidene 30 Prozent zum 1. Februar abgesenkt.

Man senkt also einfach die Messlatte, um die Zahlen weniger dramatisch erscheinen zu lassen. Ein durchsichtiges Manöver, das die Bürger für dumm verkauft.

Das Erbe einer verfehlten Energiepolitik

Was wir hier erleben, ist das direkte Resultat jahrelanger ideologiegetriebener Energiepolitik. Der überstürzte Atomausstieg, die Abhängigkeit von russischem Gas, der blinde Glaube an Wind und Sonne – all diese Fehlentscheidungen rächen sich nun bitter. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor einem Scherbenhaufen, den ihre Vorgänger hinterlassen haben.

In Zeiten derartiger Unsicherheit zeigt sich einmal mehr der Wert beständiger Wertanlagen. Während Energiepreise schwanken und die Versorgungssicherheit wackelt, behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihren intrinsischen Wert. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die in der aktuellen Lage so schmerzlich vermisst wird.

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