
Die Steuer auf die Steuer: Wie der deutsche Arbeitsbürger zur Melkkuh des Parteienstaats degradiert wird
Es gibt in Deutschland ein Perpetuum mobile. Kein technisches Wunderwerk, sondern eine politische Erfindung von zweifelhafter Genialität: den Bürger, der zahlt, zahlt und wieder zahlt. Der Arbeitsbürger, so scheint es, ist zur natürlichen Ressource der politischen Klasse geworden – nur mit einem entscheidenden Unterschied zur Kohle. Denn während sich ein Klumpen Kohle nur einmal verfeuern lässt, wird der Lohn des fleißigen Deutschen gleich mehrfach abgeschöpft. Der berüchtigte Steuer-auf-Steuer-Effekt fährt wie ein Rasenmäher über alles hinweg.
Ein Zahlenspiel, das kaum jemand durchschaut
Machen wir die Rechnung einmal auf. Zuerst zahlt der Bürger Einkommensteuer und Sozialabgaben auf seinen sauer verdienten Lohn. Mit dem, was übrigbleibt – und das ist heute oft weniger als die Hälfte – kauft er Waren und Dienstleistungen. Und darauf schlägt der Staat munter 19 Prozent Mehrwertsteuer obendrauf. Nach kolportierten Plänen sollen es bald sogar 22 Prozent werden.
Doch damit nicht genug. Die Mehrwertsteuer wird auch auf jene Verbrauchsteuern erhoben, die der Staat ohnehin schon kassiert: Energiesteuer, Stromsteuer, Tabaksteuer, Alkoholsteuer. Man lese und staune: Der Staat kassiert Mehrwertsteuer auf seine eigenen Steuern. Eine Steuer auf die Steuer. Wer sich das ausgedacht hat, verdient im Grunde einen Orden für kreative Bürgerausplünderung.
Wenn es mit allem so ist, wie es ist, bleibt es halt, wie es ist. Genau auf dieses resignierte Achselzucken der Bürger baut die politische Klasse.
Für die Wind- und Solarbarone zahlt der kleine Mann gleich dreifach
Besonders bitter wird es bei den Profiteuren der grünen Energiewende. Für die Millionäre und Milliardäre unter den Wind- und Solarbaronen zahlt der Arbeitsbürger gleich mehrfach – ob er will oder nicht. Einmal über die Subventionen aus seinen Steuern. Ein zweites Mal beim Strom und beim Heizen. Ein drittes Mal an der Tankstelle. Und dann noch bei jedem einzelnen Einkauf des Allernötigsten.
Und wer garantiert diesen Baronen ihre fürstlichen Renditen, ganz gleich, ob ihre Anlagen bei Flaute und Dunkelheit auch nur ein Watt liefern? Richtig: die politische Klasse des Parteienstaats. Ein Geschäftsmodell, das man in jeder gewöhnlichen Marktwirtschaft als das bezeichnen würde, was es ist – eine staatlich abgesicherte Umverteilung von unten nach oben.
Nach dem Geld kommt die Freiheit an die Reihe
Doch die politische Klasse begnügt sich nicht mit dem Bürgereinkommen. Als Nächstes nimmt sie sich das menschliche Naturrecht der Freiheit vor. Denn eines hat man in den Amtsstuben längst begriffen: Je weniger Freiheit dem Bürger bleibt, desto braver erträgt er sein Dasein als steuerzahlende Arbeitsdrohne.
Der Überstaat EU hat sich jene Macht zurückgeholt, die das eigene Parlament bereits gestrichen hatte: die sogenannte Chatkontrolle. Private Mails, Chats, Fotos und Videos von 450 Millionen Menschen sollen automatisch durchsucht werden dürfen – ohne Verdacht, ohne Anlass, einfach so. Und wie geht die Union dabei vor? Man wartet geduldig, bis genug Abgeordnete vorzeitig in die Sommerpause entschwunden sind. Dann schlägt die CDU/CSU-Chatkontrolle zu. Ein Lehrstück in demokratischer Hinterzimmerpolitik.
Kahlschlag im Gesundheitswesen: Wenn „Sparen“ Leistungskürzung heißt
Parallel dazu wird über Änderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung abgestimmt. Die Koalition will die Finanzierung „stabilisieren“ und ein drohendes Defizit von 19 Milliarden Euro im Jahr 2027 durch „Einsparungen“ von 16 bis 20 Milliarden vermeiden. Man muss die politische Sprache übersetzen: Redet die politische Klasse vom Sparen, meint sie stets den Steuerbürger. Redet sie von Ausgabenkürzungen, meint sie Leistungskürzungen. Die Formel lautet schlicht: Beiträge rauf, Leistungen runter.
Der Hausärzteverband warnt eindringlich. Die Vorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth soll erklärt haben, spätestens der Bundesrat müsse diese Irrfahrt stoppen. Käme das Spargesetz, wäre es ein „einziges Fiasko“ für die Praxen und ihre Patienten. Die Folgen wären ein schleichender Kahlschlag: Immer weniger Regionen mit Vor-Ort-Versorgung, immer längere Wartezeiten auf Termine, immer weniger Zeit pro Behandlung. Auch die Modernisierung von Praxen und die Einstellung neuen Personals fielen der Rotstift-Politik zum Opfer.
KI statt Arzt – ein bezeichnendes Symptom
Wen wundert es da noch, wenn sich die Menschen anderweitig behelfen? Einer Befragung der Krankenkasse Pronova BKK zufolge verzichtet mittlerweile fast jeder dritte Deutsche nach einer Unterhaltung mit einer Künstlichen Intelligenz auf den Arztbesuch. Fast 90 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen KI bei Gesundheitsfragen, über die Hälfte hat sich bereits eine KI-Diagnose eingeholt. Selbst bei den Über-60-Jährigen greift jeder Vierte zur digitalen Sprechstunde.
Die Zufriedenheit ist erstaunlich hoch – 87 Prozent fühlten sich gut beraten. Eine Beratungsärztin warnt jedoch zu Recht vor blindem Vertrauen: Die eloquenten Erklärungen der KI klängen überzeugend, könnten aber veraltete, unvollständige und schlichtweg falsche Informationen enthalten. Dass die Bürger dennoch scharenweise zum Chatbot flüchten, ist weniger ein Lob auf die Technik als eine schallende Ohrfeige für ein Gesundheitssystem, das seine Menschen im Stich lässt.
Und der Kanzler? Verspricht weiter
Während Deutschland zusehends abstürzt, verspricht die Politik unbeirrt. Der Herbst der Reformen kam ohne Reform. Der Winter auch. Aber im Frühjahr, so heißt es, sollen sie endlich kommen. Versprochen. Kanzler Merz will am 15. Juli in der traditionellen Sommerpressekonferenz seine folgenlosen Sprüche fortsetzen – vor 900 Parlamentskorrespondenten und, wie üblich, zu allem und nichts zugleich.
Es ist genau diese Mischung aus dreister Abgabenlast, schleichendem Freiheitsverlust und leerem Reformgeschwätz, die ein großer Teil des deutschen Volkes nicht länger hinnehmen will. Wir brauchen Politiker, die wieder für Deutschland regieren – und nicht gegen den eigenen Bürger.
Was bleibt dem Bürger?
Wer sich der doppelten und dreifachen Besteuerung nicht länger tatenlos ausliefern will, sucht nach Wegen, sein Vermögen dem Zugriff der Umverteilungsmaschinerie zumindest teilweise zu entziehen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren – unabhängig von den Launen der Politik, von Steuererhöhungen und inflationärer Geldpolitik. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie ein wertvoller Baustein zur Vermögenssicherung sein.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist gehalten, seine Anlage-, steuer- und rechtsrelevanten Entscheidungen eigenverantwortlich und nach eigener Recherche zu treffen oder einen entsprechenden Fachberater hinzuzuziehen. Eine Haftung für getroffene Entscheidungen wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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