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Kettner Edelmetalle
22.04.2026
05:46 Uhr

Europas zweite Energiekrise in vier Jahren: Brüssel stolpert erneut in die selbstgebaute Falle

Europas zweite Energiekrise in vier Jahren: Brüssel stolpert erneut in die selbstgebaute Falle

Es ist das energiepolitische Déjà-vu, das niemand in Europa sehen wollte – und doch war es absehbar: Nur knapp vier Jahre nach dem russischen Gasschock von 2022 steht die Europäische Union erneut vor einer ausgewachsenen Energiekrise. Diesmal ist es der eskalierende Konflikt im Nahen Osten, der die Preise in die Höhe treibt und die verwundbare Achillesferse der europäischen Wirtschaft freilegt. Die EU-Kommission will nun am Mittwoch in Brüssel ihre Notfallpläne präsentieren – und schon vorab durchgesickerte Entwürfe zeigen: Die Antwort der Brüsseler Bürokratie fällt verhalten aus.

Symbolpolitik statt entschlossenem Handeln

Laut den Reuters vorliegenden Entwürfen plant die Kommission, die Stromsteuern zu senken und die sommerliche Befüllung der Gasspeicher zu koordinieren. Auf drastische Markteingriffe wie Gaspreisdeckel oder Übergewinnsteuern – 2022 noch das bevorzugte Werkzeug der Brüsseler Interventionisten – wolle man vorerst verzichten. Stattdessen solle das EU-Steuerrecht zugunsten von Strom gegenüber Öl und Gas angepasst werden, damit nationale Regierungen Industriestromsteuern auf null senken können.

Für jet-fuel-Engpässe, vor denen die Fluggesellschaften bereits warnen, will Brüssel „Leitlinien" bereitstellen. Unternehmen sollen Flugreisen künftig möglichst vermeiden. Man fragt sich unweigerlich: Ist das die große Antwort auf eine Krise, die Millionen europäischer Bürger und Unternehmen trifft?

Die Straße von Hormus als geopolitischer Flaschenhals

Seit die Straße von Hormus – jene strategisch kritische Wasserstraße, durch die ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Gashandels fließt – faktisch geschlossen wurde und der Iran Energie-Infrastruktur im Nahen Osten angegriffen hat, schnellen die Preise wieder nach oben. Der europäische Gas-Referenzpreis lag zuletzt rund ein Drittel höher als vor Ausbruch des US-israelisch-iranischen Krieges. Die strukturelle Abhängigkeit Europas von Öl- und Gasimporten entpuppt sich einmal mehr als das, was kritische Beobachter seit Jahren warnen: ein strategisches Risiko ersten Ranges.

Berlin und Brüssel: Ideologie vor Vernunft

Besonders pikant ist der deutsche Beitrag zu dieser Misere. Statt die heimische Energieversorgung auf ein stabiles Fundament zu stellen, wurde unter der inzwischen glücklicherweise Geschichte gewordenen Ampel-Koalition die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet, während gleichzeitig auf volatile erneuerbare Energien und teure Gasimporte gesetzt wurde. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar Korrekturen angekündigt, doch die Weichen sind gestellt: Mit der im Grundgesetz verankerten Klimaneutralität bis 2045 und einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die nächsten Generationen mit Zinslasten erdrücken wird, setzt auch die Große Koalition die verhängnisvolle Linie ihrer Vorgänger in weiten Teilen fort.

Energiepreise als Wohlstandskiller

Während politische Eliten in Brüssel und Berlin auf den „grünen Wandel" schwören, trifft die Realität die Bürger und den Mittelstand mit voller Wucht. Deutsche Industrieunternehmen verlagern ihre Produktion ins Ausland, Handwerksbetriebe kämpfen mit explodierenden Nebenkosten, und der private Haushalt zahlt die Zeche mit steigenden Strom- und Heizrechnungen. Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Energieintensive Industrien wie Chemie und Stahl wandern ab – und mit ihnen Arbeitsplätze, Steueraufkommen und technologisches Know-how.

Elisabetta Cornago vom Centre for European Reform warnt, der anhaltende Ausfall der Straße von Hormus könne zu einem Öl-Schock führen, der schlimmer sei als 2022. Der Gas-Schock dürfte ähnlich ausfallen. Immerhin: Beim Strom sei die Lage etwas entspannter, da die Länder die erneuerbaren Energien seit 2022 ausgebaut hätten. 71 Prozent des EU-Stroms stammten 2024 laut Ember aus sogenannten kohlenstoffarmen Quellen, inklusive Kernkraft. Die Frage, warum ausgerechnet Deutschland seinen zuverlässigen Kernkraft-Anteil abgewickelt hat, bleibt ein energiepolitisches Mahnmal der Ideologie.

Was bedeutet das für den vorausschauenden Bürger?

Die zweite Energiekrise innerhalb weniger Jahre führt schmerzhaft vor Augen, wie fragil die wirtschaftliche Basis Europas geworden ist. Wer glaubt, dass Brüssel oder Berlin die Lage rasch in den Griff bekommen, dürfte enttäuscht werden. Die politischen Entscheider haben mit ihrer Abhängigkeitsstrategie von ausländischen Energielieferungen und der gleichzeitigen Zerschlagung heimischer Versorgungsstrukturen ein geopolitisches Pulverfass geschaffen, das bei jeder Krise im Nahen Osten, in der Ukraine oder anderswo zu zünden droht.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, inflationärer Tendenzen und staatlicher Schuldenexzesse rücken physische Edelmetalle wie Gold und Silber wieder ins Bewusstsein vieler Bürger. Als jahrtausendealte Wertspeicher haben sie immer wieder bewiesen, dass sie gerade in Krisenzeiten ihre Funktion als stabilisierender Baustein eines breit gestreuten Vermögens erfüllen. Für Anleger, die sich gegen die Unwägbarkeiten einer auf Ideologie gebauten Energiepolitik absichern wollen, sind sie eine sinnvolle Beimischung zu einem gesunden Portfolio.

Hinweis: Die vorliegende Berichterstattung gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung liegt in der eigenen Verantwortung des Lesers. Wir empfehlen ausdrücklich, sich umfassend selbst zu informieren und gegebenenfalls einen unabhängigen Finanzberater zu konsultieren.

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