Kostenlose Beratung+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
01.10.2026
21:42 Uhr
KI-generiert

Gold-Warnung der Bank of America: Fällt der Preis unter 4.000 Dollar?

Gold-Warnung der Bank of America: Fällt der Preis unter 4.000 Dollar?
Symbolbild: KI-generiert

Ausgerechnet einer der größten Gold-Optimisten tritt auf die Bremse. Die US-Großbank Bank of America (BofA) hält es in ihrem neuesten Edelmetall-Ausblick für möglich, dass der Goldpreis im vierten Quartal auf 3.750 US-Dollar je Unze zurückfällt. Der Hauptgrund sei der Iran-Krieg, der die Ölpreise und damit die Inflationsangst hochhalte.

Das ist bemerkenswert. Die BofA-Rohstoffanalysten gehörten in den vergangenen zwei Jahren zu den größten Gold-Bullen an der Wall Street. Sie zählten zu den Ersten, die einen Preis von 5.000 Dollar je Unze vorhersagten.

Das Öl hat beim Gold jetzt das Sagen

Ihre positive Prognose für 2027 behalten die Analysten offiziell bei. Sie nennen aber ein Risiko-Szenario, das es in sich hat: Sollte der Ölpreis wegen anhaltender Spannungen im Nahen Osten auf 150 Dollar je Barrel steigen, könnte Gold 2027 im Schnitt nur noch bei 3.500 Dollar liegen. Ein Basisszenario sei das allerdings nicht. Trotzdem bleibe der Iran-Krieg der wichtigste Gegenwind.

Wie stark dieser Wind weht, zeigt das Jahr 2026. Laut Medienberichten erreichte Gold im Januar ein Rekordhoch von 5.595 Dollar. Nach Kriegsbeginn Ende Februar rutschte der Preis bis Juni unter 4.000 Dollar, im August folgte eine kräftige Erholung auf rund 4.400 Dollar. Im September ging es dann wieder um gut acht Prozent nach unten. Zuletzt notierte die Unze bei etwa 4.200 Dollar.

Ein Gleichgewicht auf Glas

Am meisten Sorge macht der Bank, wie der Markt derzeit aufgestellt ist. Viele Anleger würden über die kurzfristigen Belastungen hinwegsehen und darauf setzen, dass die Preise später wieder steigen. Die Analysten schreiben dazu:

„Wir halten dies für ein eher fragiles Gleichgewicht in der Stimmung.“ (übersetzt)

Finde der Nahost-Konflikt keine Lösung, könnten Anleger ihre Positionen schnell auflösen. Das würde den Preis nach Einschätzung der Bank zügig nach unten drücken.

Die Investoren müssten nachlegen

Schon im Januar hatte die BofA vorgerechnet, dass die Investmentnachfrage um 14 Prozent steigen müsse, damit Gold bei rund 5.000 Dollar bleibt. Die Nachfrage habe zwar angezogen und sei stabil. Sie stütze aber nur ein Preisniveau von etwa 4.000 Dollar. Damit Gold wieder Richtung 5.000 Dollar steigen könne, müssten Investoren deutlich mehr kaufen. Mit Blick auf den Iran-Krieg halten die Analysten das vorerst für unrealistisch.

Wenn Notenbanken zu Verkäufern werden

Die Bank sieht noch ein zweites Risiko, und das ist heikel. Hohe Energiepreise könnten Zentralbanken dazu bringen, Gold zu verkaufen, um ihre Wirtschaft und ihre Währung zu stützen. Genau das sei zu Beginn des Krieges passiert. Im März seien die Notenbanken unterm Strich zu Verkäufern geworden, weil der Ölpreis Währungen und Leistungsbilanzen energieimportierender Länder unter Druck gesetzt habe. Im zweiten Quartal hätten Zentralbanken, allen voran die Türkei, rund 60 Tonnen Gold abgegeben.

Die BofA hält eine Wiederholung für möglich. Das könnte den Druck noch verstärken, falls zugleich Privatanleger ihre Gold-ETFs verkaufen.

Diese Abfolge sagt viel aus. Das Gold dient den Notenbanken in der Krise als letzte Reserve. Es wird verkauft, wenn Papiergeld und Devisenreserven nicht mehr reichen. Langfristig spricht das eher für das Metall als dagegen.

Unsere Einordnung: kurzfristig wackelig, langfristig solide

Die Wall Street ist sich keineswegs einig. Natixis rechnet laut Medienberichten zum Jahresende mit 4.100 Dollar. State Street erwartet dagegen 5.000 Dollar bis zum zweiten Quartal 2027, und Morgan Stanley hält einen Ausbruch über 5.000 Dollar in der zweiten Jahreshälfte 2027 für möglich.

Für Sparer in Deutschland heißt das: Prognosen schwanken, aber die Gründe für Gold bleiben bestehen. Dazu zählen hohe Staatsschulden, auch in Berlin mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen, eine hartnäckige Inflation und geopolitische Krisen. Wer langfristig denkt, kann Rücksetzer gelassen nehmen. Physisches Gold und Silber eignen sich als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen. Sie sind kein schnelles Spekulationsobjekt, sondern eine Absicherung für schwierige Zeiten.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte sich selbst informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Prognosen sind unsicher, und vergangene Kursentwicklungen sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Ergebnisse.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“