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Kettner Edelmetalle
11.08.2026
13:41 Uhr
KI-generiert

Hormus-Poker: Trump fordert Milliarden vom Iran – Ölpreis springt

Donald Trump beansprucht die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus – und verlangt vom Iran Reparationen für ein halbes Jahrhundert. Teheran verlangt seinerseits Entschädigung. Am Dienstag schoss die Ölsorte Brent zeitweise um 2,5 Prozent auf rund 90 Dollar je Barrel nach oben, bevor Hoffnungssignale aus Pakistan die Gewinne wieder abschmelzen ließen.

Zwei Supermächte, eine Rechnung – und niemand will zahlen

Der US-Präsident erklärte am Montag im Oval Office, die US-Marine habe die Meerenge von Minen befreit und halte sie nun zu "100 Prozent" unter Kontrolle. Die Wasserstraße sei offen, und nur die USA kontrollierten sie derzeit.

Gleichzeitig drehte Trump die iranische Forderung nach Kriegsentschädigung einfach um. Auf seiner Plattform Truth Social kündigte er an, er verlange nun ebenfalls Kompensation – für getötete und verletzte Zivilisten und Soldaten. Seine Unterhändler hätten die Anweisung, dies in alle künftigen Verhandlungen einzubringen.

"Wenn Schäden zu bezahlen sind, dann sollte der Iran diese Schäden bezahlen."

Das Geld solle laut Trump auch Familien von Demonstranten zugutekommen, die bei der Niederschlagung der Massenproteste im Iran in diesem Jahr getötet wurden.

Teherans Preisliste ist lang

Der Sekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Zolghadr, hatte am Samstag klargestellt: Die Straße von Hormus bleibe geschlossen, bis Washington die Seeblockade aufhebe, die Sanktionen beende, seine Truppen aus der Region abziehe, Reparationen zahle und eingefrorene iranische Vermögenswerte freigebe.

Irans Außenamtssprecher Esmail Baghaei konterte zudem US-Finanzminister Scott Bessent, der die Sanktionen als "erdrückend" bezeichnet hatte. Washington greife immer dann zu Sanktionen, wenn die Diplomatie versage – ein Muster, das er weniger als Politik denn als "zwanghafte Sucht" beschrieb.

Ein Detail zeigt die Absurdität der Lage: Während Trump die Meerenge für offen erklärt, meldete das britische Maritime Trade Operations Centre am Dienstagmorgen einen Vorfall mit einem Tanker und Militärkräften im Golf von Oman. Schiffe sollten die Sicherheitslage genau beobachten.

Warum das jeden deutschen Haushalt betrifft

Vor dem Krieg passierte rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls diese Meerenge. Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif sagte Berichten zufolge am Dienstag, man sei "einer Art Arrangement" nahe; Katars Außenministerium sprach von einem "kritischen Punkt" der Gespräche zwischen Iran und Oman.

Doch der Tankerverkehr bleibt dünn. Ein Währungsanalyst der MUFG Bank in Singapur verwies darauf, dass Brent weit über dem Vorkriegsniveau notiere – ein regionaler Flächenbrand sei aber weiter nicht das Basisszenario.

Für Deutschland ist das mehr als eine Nachricht von der Weltbühne. Jeder Dollar am Ölmarkt landet über Sprit, Heizkosten und Industriestrom in den Rechnungen der Bürger – in einem Land, das seine Energieversorgung politisch ohnehin auf Kante genäht hat. Wer glaubt, Berlin habe hier noch Steuerungsmacht, verkennt die Abhängigkeit.

Genau in solchen Phasen zeigt sich, warum viele Anleger physische Edelmetalle als krisenfeste Beimischung eines breit gestreuten Vermögens schätzen: Gold und Silber kennen keine Blockade, keine Reparationsforderung und keinen Sanktionsbeschluss.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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