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17.06.2026
16:50 Uhr

Industrie schlägt Alarm: Wenn Brüssels Klima-Ideologie die letzten Schornsteine Europas erkalten lässt

Industrie schlägt Alarm: Wenn Brüssels Klima-Ideologie die letzten Schornsteine Europas erkalten lässt

Es ist ein Hilferuf, der lauter kaum sein könnte – und doch wird er in den Brüsseler Korridoren vermutlich mit dem üblichen ideologischen Achselzucken quittiert. Mehr als drei Dutzend europäische Industriekonzerne, darunter Schwergewichte wie BASF, Thyssen-Krupp, ArcelorMittal, Evonik, Covestro und Solvay, haben sich in einem dramatischen Brandbrief an die EU-Spitze gewandt. Die Botschaft: Der europäische Emissionshandel droht die industrielle Basis des Kontinents endgültig zu zerschlagen.

Ein Hilferuf der letzten Aufrechten

Adressiert an EU-Ratspräsident António Costa und den zypriotischen Ratsvorsitzenden Nikos Christodoulides, fordern die Unternehmen unverzügliches Handeln. Man möge endlich Maßnahmen ergreifen, um den unaufhaltsamen Kostenanstieg zu stoppen und „weitere Schäden an Europas industrieller Basis" abzuwenden, so der Wortlaut. Ein bemerkenswerter Satz – denn er gesteht ein, was die grünen Vordenker dieses Kontinents seit Jahren leugnen: Der Schaden ist bereits angerichtet.

Die Konzerne sprechen Klartext. Die Voraussetzungen für die vielbeschworene „industrielle Transformation" existierten schlicht nicht. Es fehle an Infrastruktur für Strom, an Wasserstoffnetzen, an Transport- und Speicherkapazitäten für CO2. Mit anderen Worten: Brüssel verlangt den Wandel, hat aber vergessen, den Boden dafür zu bereiten. Man verbietet das Pferd, bevor man die Eisenbahn gebaut hat.

„Europa handelt faktisch allein, indem es seiner Industrie rasch steigende CO2-Kosten auferlegt." So die ungeschminkte Diagnose der betroffenen Unternehmen.

Wie der CO2-Handel zur Würgeschlinge wurde

Worum geht es konkret? Wer in der EU Treibhausgase ausstößt, muss sogenannte Verschmutzungsrechte erwerben. Früher wurden diese Zertifikate teilweise kostenlos verteilt – ein Rest musste an der Börse gekauft werden. Doch das System ist ein perfides Räderwerk: Je schneller die Menge verfügbarer Zertifikate schrumpft, desto teurer wird das Recht, überhaupt zu produzieren. Die Schraube zieht sich immer enger.

Mit dem Klimapaket „Fit for 55" wurde die kostenlose Zuteilung weiter zurückgefahren. Als Feigenblatt gegen Wettbewerbsnachteile dient der sogenannte CO2-Grenzausgleich CBAM – ein bürokratisches Monstrum, eine Art Klimazoll auf Importe. Doch ob dieses Konstrukt die deutsche Stahl- und Chemieindustrie rettet oder nur weiteren Papierkrieg produziert, steht in den Sternen.

Die Quittung zahlt der deutsche Standort

Während China, Indien und die USA munter weiterproduzieren und sich um europäische Klimaträume herzlich wenig scheren, fesselt sich der einst stolze Industriekontinent selbst die Hände. Die Einnahmen aus dem Zertifikatehandel fließen zurück in eben jene Projekte, die noch gar nicht existieren – etwa den Aufbau eines Wasserstoffnetzes, das bislang weitgehend auf dem Papier verharrt. Man finanziert die Zukunft, indem man die Gegenwart ruiniert.

Dass ausgerechnet Konzerne wie Thyssen-Krupp – einst Inbegriff deutscher Ingenieurskunst – heute um ihr Überleben kämpfen, sollte jedem Verantwortlichen die Schamesröte ins Gesicht treiben. Doch in Berlin und Brüssel regiert weiter der Glaube, man könne eine Volkswirtschaft mit Verboten und Abgaben zur Blüte zwingen.

Was bleibt dem Bürger?

Wenn die Pfeiler der Industrie wanken, wanken auch Arbeitsplätze, Wohlstand und die Kaufkraft des Sparers. Eine Politik, die ihre eigene Wirtschaft systematisch verteuert, treibt Inflation und Unsicherheit voran. In solchen Zeiten richtet der kluge Bürger seinen Blick auf Werte, die keine Brüsseler Verordnung entwerten kann. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Krisen, Fehlpolitik und Währungszerfall überdauern – und können als solide Beimischung eines breit gestreuten Vermögens dienen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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