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Kettner Edelmetalle
23.09.2026
09:17 Uhr
KI-generiert

Laser-Schild am Himmel: Chinas Super-Jet J-36 rüstet für Strahlenwaffen

Laser-Schild am Himmel: Chinas Super-Jet J-36 rüstet für Strahlenwaffen
Symbolbild: KI-generiert

Peking macht Ernst mit Science-Fiction. Auf der 14. China International Defence Electronics Exhibition, die vom 15. bis 17. September 2026 in der chinesischen Hauptstadt stattfand, zeigte ein staatliches Luftfahrtinstitut erstmals ein Laserwaffensystem für Kampfflugzeuge. Präsentiert wurde es direkt neben einer Abbildung des Tarnkappenjets J-36. Die Botschaft an Washington und Europa kann man kaum überhören.

380 Kilogramm, mindestens 100 Kilowatt

Ausgestellt hat das Beijing Precision Engineering Institute for Aircraft Industry, das zum Staatskonzern AVIC gehört. Zu sehen war eine sogenannte „Acquisition, Tracking and Pointing“-Einheit, also das System, das Ziele erfasst, verfolgt und den Laserstrahl präzise darauf richtet. Der eigentliche Strahler war es nicht, aber ohne diesen Baustein funktioniert keine Laserwaffe.

Den Angaben auf der Schautafel zufolge wiegt das System weniger als 380 Kilogramm. Die Leistung war teilweise unkenntlich gemacht und nur als „*00 kW“ lesbar. Gemeint sind also mindestens 100 Kilowatt. Auch die Angabe zur Zielgenauigkeit hatten die Aussteller geschwärzt. Mehr sollte die Welt offenbar nicht erfahren.

Laut dem Fachportal Military Watch Magazine ist das der bislang deutlichste öffentliche Hinweis darauf, dass China gerichtete Energiewaffen in seinen Jet der nächsten Generation einbauen will. Das beweise zwar nicht, dass die J-36 schon mit einem Laser geflogen sei. Es zeige aber, dass Peking die Integration ernsthaft betreibe.

Schutzschild statt Todesstrahl

Mit Hollywood-Laserduellen hat das wenig zu tun. Das System soll vor allem verteidigen: Anfliegende Luft-Luft- und Boden-Luft-Raketen sollen damit abgewehrt werden, dazu Drohnen. Im Nahkampf könnte es die Bordkanone ergänzen. Chinesische Analysten sehen den Wert vor allem darin, teure Raketen unschädlich zu machen, bevor sie einschlagen.

Westliche Experten halten das nach Medienberichten für plausibel. Laser ließen sich auf großen Flugzeugen leichter unterbringen als auf kleinen, weil dort genug Platz, Gewicht und Strom zur Verfügung stehen.

Drei Triebwerke als Kraftwerk

Genau darin liegt der Trumpf der J-36. Der Entwurf von Chengdu Aircraft Corporation ist radikal: ohne Leitwerk, riesig, mit großer Reichweite und drei Triebwerken. Die Bezeichnung ist inoffiziell. Die Maschine wurde im Dezember 2024 erstmals über Chengdu gesichtet, inzwischen sollen mehrere Prototypen im Flugtest sein. Die Konfiguration soll genug elektrische Leistung für Avionik und Energiewaffen liefern, also deutlich mehr als heutige Jäger wie Chinas J-20.

Und der Westen? Plant und plant

Die USA und ihre Verbündeten forschen seit Jahrzehnten an Laserwaffen, meist allerdings für Bodenstationen und Schiffe und im Bereich weniger Dutzend Kilowatt. Der Rückblick fällt ernüchternd aus: Das milliardenschwere Airborne-Laser-Programm der US-Luftwaffe mit einem umgebauten Boeing 747 wurde Anfang der 2010er-Jahre eingestellt. Ein flugtaugliches System mit mehr als 100 Kilowatt auf einem Jäger der sechsten Generation wäre ein Sprung, der den Westen alt aussehen ließe.

Und Europa? Dort wird das deutsch-französisch-spanische Luftkampfsystem FCAS seit Jahren vor allem durch Streit zwischen den Industriepartnern und den Regierungen bekannt. Während in Brüssel, Paris und Berlin über Zuständigkeiten verhandelt wird, testet China Prototypen. Diese Geschwindigkeit sollte jedem Verteidigungspolitiker zu denken geben.

Ein Signal, das man ernst nehmen sollte

Ob und wann das System einsatzbereit ist, bleibt offen. Doch der Auftritt in Peking zeigt: China will die Führung in der nächsten Generation der Luftkampftechnik und geht dafür neue Wege, die über klassische Raketen hinausführen. Das Wettrüsten zwischen den Großmächten bekommt damit eine neue Dimension.

Für Anleger ist das ein weiteres Zeichen einer Welt, in der die Spannungen wachsen. In solchen Zeiten haben viele Sparer ihr Vermögen mit physischem Gold und Silber abgesichert, als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio, unabhängig von Versprechen aus der Politik.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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