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Kettner Edelmetalle
27.08.2026
06:51 Uhr
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Notstand am Netz: Trump verbannt Chinas Technik aus Amerikas Steckdosen

Notstand am Netz: Trump verbannt Chinas Technik aus Amerikas Steckdosen
Symbolbild: KI-generiert

US-PrĂ€sident Donald Trump hat den Einsatz bestimmter auslĂ€ndischer Technik im amerikanischen Stromnetz per Dekret untersagt — und dafĂŒr einen nationalen Notstand ausgerufen. Das Weiße Haus teilte am Mittwoch mit, die Anordnung richte sich gegen eine ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung durch auslĂ€ndische Anlagen, die zu Schwachstellen fĂŒr die nationale Sicherheit werden könnten. Im Fokus steht vor allem Technik aus China.

Kaufverbot, Installationsstopp — und Auflagen fĂŒr alte Anlagen

Der Erlass verbietet Kauf und Einbau von AusrĂŒstung samt zugehöriger Software, sofern sie Risiken fĂŒr Cybersicherheit oder Netzbetrieb bergen könnte. ZusĂ€tzlich soll der US-Energieminister Auflagen fĂŒr bereits installierte Technik erlassen. Trump erklĂ€rte in dem Dekret, die auslĂ€ndische Versorgung mit StromnetzausrĂŒstung gefĂ€hrde nationale Sicherheit, Außenpolitik und Wirtschaft der Vereinigten Staaten.

„Ich (
) erklĂ€re hiermit einen nationalen Notstand in Bezug auf diese Bedrohung“, heißt es in dem Erlass.

Der Anlass ist nicht aus der Luft gegriffen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im vergangenen Jahr berichtet, US-Fachleute hĂ€tten in einigen chinesischen Solarwechselrichtern nicht deklarierte KommunikationsgerĂ€te entdeckt. Die Experten hatten die ans Netz angeschlossenen GerĂ€te zerlegt, um sie auf SicherheitslĂŒcken zu prĂŒfen.

Warum ausgerechnet Wechselrichter?

Wechselrichter sind die unscheinbaren KĂ€sten, die Gleichstrom aus Solarmodulen in netztauglichen Wechselstrom verwandeln. Sie hĂ€ngen am Internet, werden aus der Ferne gewartet — und lassen sich aus der Ferne steuern. Wer viele dieser GerĂ€te gleichzeitig kontrolliert, kontrolliert ein StĂŒck NetzstabilitĂ€t. Genau das treibt Sicherheitsbehörden diesseits und jenseits des Atlantiks um.

Auch BrĂŒssel hat reagiert: Die EU-Kommission entschied in diesem Jahr, in China gefertigte Wechselrichter von öffentlich finanzierten Energieprojekten auszuschließen. Bemerkenswert daran ist vor allem das Timing. Jahrelang wurde die AbhĂ€ngigkeit von chinesischer Solartechnik in Kauf genommen, weil sie billig war und die Ausbauziele der Energiewende bediente. Kritiker fragen sich, warum die Sicherheitsfrage erst gestellt wird, wenn die GerĂ€te lĂ€ngst auf Millionen DĂ€chern hĂ€ngen.

Mikroreaktoren fĂŒrs MilitĂ€r — und ein Handelskrieg im Hintergrund

Parallel meldete das US-MilitĂ€r, es wolle seine Stromversorgung mit nuklearen Mikroreaktoren an fĂŒnf StĂŒtzpunkten absichern — unabhĂ€ngig vom kommerziellen Netz. FĂŒnf ausgewĂ€hlte Unternehmen sollen laut der AnkĂŒndigung ĂŒber fĂŒnf Jahre bis zu 2,2 Milliarden Dollar fĂŒr Bau und Betrieb erhalten, sofern sie die Leistungsvorgaben erfĂŒllen. Bislang speist in den USA kein solcher Mikroreaktor Strom ins öffentliche Netz ein.

Gleichzeitig lĂ€uft der Handelsstreit mit Peking weiter. Trump verhĂ€ngte zuletzt Zölle von bis zu hundert Prozent auf Drohnen und deren Bestandteile, begrĂŒndet ebenfalls mit nationaler Sicherheit. Die Linie ist erkennbar: kritische Infrastruktur zurĂŒck ins eigene Land, koste es, was es wolle.

Was das fĂŒr Deutschland bedeutet

WĂ€hrend Washington seine Netze abschottet und auf robuste, planbare Erzeugung setzt, hat Deutschland Kernkraftwerke abgeschaltet und sich zugleich tief in auslĂ€ndische Lieferketten begeben. Aus Sicht unserer Redaktion ist das eine gefĂ€hrliche Kombination: Energiesicherheit ist SouverĂ€nitĂ€t — und SouverĂ€nitĂ€t lĂ€sst sich nicht nachrĂŒsten, wenn der Ernstfall eintritt.

In einer Welt, in der Stromnetze zum geopolitischen Faustpfand werden, gewinnt der Gedanke der Krisenvorsorge an Gewicht. Physische Edelmetalle können in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle ErgĂ€nzung sein — als Baustein, der ohne Software, Fernwartung und Lieferkette auskommt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die EinschÀtzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eigene Recherche und liegt in der Verantwortung des Anlegers.

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