
Perus Minen im Juli: Silber legt zu, beim Gold klafft eine Lücke!

Perus Minen haben im Juli 2026 wieder mehr Gold und Silber gefördert als im Vormonat. Das geht aus neuen Zahlen des peruanischen Ministeriums für Bergbau und Energie hervor. Der Blick auf das Vorjahr fällt allerdings weniger freundlich aus: Beim Gold fehlen fast neun Prozent.
Das ist kein Randthema aus Südamerika. Peru zählt zu den wichtigsten Förderländern für beide Metalle, und jede Tonne, die dort fehlt, fehlt auf dem Weltmarkt.
Die Zahlen im Überblick
Laut dem Bericht des Ministeriums sieht die Bilanz für den Juli so aus:
- Gold: 8,449 Tonnen, im Juni waren es 7,941 Tonnen (plus 6,4 Prozent). Im Juli 2025 lag die Menge noch bei 9,287 Tonnen, das Minus beträgt also 9,0 Prozent.
- Silber: 302,7 Tonnen, im Juni waren es 282,5 Tonnen (plus 7,2 Prozent). Gegenüber den 301,3 Tonnen aus dem Juli 2025 ergibt sich ein Plus von 0,5 Prozent.
Auf den ersten Blick sieht das nach einer Erholung aus. Bei genauerem Hinsehen bleibt davon wenig übrig. Das Plus beim Gold gegenüber dem Juni ändert nichts daran, dass die Förderung klar unter dem Vorjahr liegt. Und beim Silber kann man bei 0,5 Prozent eher von Stillstand als von Wachstum sprechen.
Rekordpreise, aber kaum mehr Metall
Gerade das macht die Zahlen bemerkenswert. Gold und Silber sind so teuer wie selten zuvor. Laut einem Branchenbericht vom Frühjahr 2026 lag der Goldpreis zum Jahresbeginn 66 Prozent über dem Vorjahreswert, Silber sogar 161 Prozent. Die Bilanzen der Minenbetreiber sind entsprechend gut gefüllt.
Trotzdem steigt die Förderung kaum. Branchenkenner verweisen darauf, dass zwar mehr Geld in die Exploration fließt, neue Großprojekte aber kaum vorankommen. Das Wachstum hängt demnach an bestehenden Minen, deren Ausbau bald an Grenzen stoßen könnte. Das Angebot passt sich also nur träge an die Nachfrage an. Für Käufer physischer Edelmetalle ist das ein wichtiges Signal.
Der dunkle Teil der Goldförderung
Dazu kommt ein Problem, über das in Lima ungern gesprochen wird: der illegale Bergbau. Der Internationale Währungsfonds bezeichnet Peru in einer Analyse vom Juni 2026 als größten Exporteur illegalen Goldes in der Region. Schätzungen zufolge soll in den vergangenen Jahren rund die Hälfte des aus Peru exportierten Goldes illegaler Herkunft gewesen sein.
Die Politik tut sich schwer damit. Das Parlament hat das umstrittene Genehmigungsprogramm REINFO für informelle Kleinbergleute Medienberichten zufolge bereits zum fünften Mal verlängert, diesmal bis Ende 2026. Polizei- und Branchenkreise halten dem Programm vor, es habe dem illegalen Bergbau zusätzlichen Auftrieb gegeben. Die offiziellen Tonnagen zeigen also womöglich nur einen Teil dessen, was tatsächlich gefördert wird.
Was das für Anleger bedeutet
Die Lage ist unruhig. Die US-Notenbank Fed steuert Berichten zufolge auf Zinserhöhungen zu, der Dollar ist stark, und Analysten von TD Securities halten trotzdem einen Goldpreis von über 5.000 Dollar für möglich. In diesem Umfeld zeigen die Daten aus Peru eine einfache Tatsache: Gold und Silber lassen sich nicht nach Belieben vermehren. Anders als Papiergeld, das Notenbanken und Regierungen per Beschluss schaffen können.
Wer sein Vermögen gegen Inflation, Schuldenpolitik und Krisen absichern will, kann physisches Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen. Auch zahlreiche Vermögensverwalter sehen darin einen stabilisierenden Baustein.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Edelmetallen oder anderen Anlageprodukten dar. Jeder Anleger sollte sich selbst gründlich informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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