
Wenn der Faschismus-Vorwurf zum Bumerang wird: Linken-Chef Pantisano kuscht nach Skandal-Aussage
Es ist ein politisches Lehrstück in zwei Akten: Im ersten verteilt der frisch gekürte Linken-Chef Luigi Pantisano großzügig den Faschismus-Stempel – und zwar nicht nur an die ohnehin von links permanent dämonisierte AfD, sondern gleich auch an die CDU. Im zweiten Akt folgt die kleinlaute Rückwärtsbewegung. Entschuldigung, alles ein Missverständnis, könnte man meinen. Doch wer genau hinschaut, erkennt, dass hier nicht Reue, sondern politisches Kalkül am Werk ist.
Eine Aussage, die Bände spricht
Was hatte Pantisano eigentlich von sich gegeben? Wörtlich erklärte der neue Parteivorsitzende, es gebe „gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder die Faschisten selbst.“ Ein Satz, der in seiner gedanklichen Schlichtheit kaum zu überbieten ist. Hier wird die größte christdemokratische Volkspartei Deutschlands in einen Topf mit jenem Begriff geworfen, der historisch für die dunkelsten Kapitel der Menschheit steht.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine Partei, deren Existenzberechtigung sich aus der marxistischen Tradition speist – also aus jener ideologischen Linie, die im 20. Jahrhundert Millionen Menschenleben kostete – verteilt Faschismus-Etiketten, als wären es Bonbons auf dem Rosenmontagszug.
Die Entschuldigung, die keine ist
Nun also der Rückzug. In einer „Richtigstellung“ ließ Pantisano verlauten, seine Aussage sei „verkürzt und in dieser Form falsch“ gewesen. Er bitte um Entschuldigung – „insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen.“
„Die Unterscheidung zwischen politischen Gegnern innerhalb des demokratischen Spektrums und denen, die die Demokratie abschaffen wollen, dürfen wir nicht verwischen.“
Bemerkenswert ehrlich, wenn man genau hinhört. Denn was hier durchklingt, ist keine moralische Läuterung, sondern strategisches Überlebensmanagement. Pantisano entschuldigt sich nicht, weil er seinen Irrtum erkannt hätte – er entschuldigt sich, weil ihm offenbar dämmerte, dass man die CDU als potenziellen Partner besser nicht vergrault. Die heiß ersehnte Annäherung an ein rot-rot-grünes Bündnis lässt grüßen.
Vom Kontext-Trick zur Kapitulation
Zunächst hatte Pantisano übrigens versucht, sich mit dem altbekannten Reflex aus der Affäre zu ziehen: Man habe ihn aus dem Zusammenhang gerissen. Eine durchschaubare Schutzbehauptung, die im Lichte des tatsächlichen Interviews zusammenbrach wie ein Kartenhaus im Sturm. Niemand hatte ihm die Worte in den Mund gelegt. Er selbst, ganz allein und unverfälscht, hatte sie formuliert. Dass er nun auch von dieser hastig errichteten Verteidigungslinie abrückt, spricht Bände über die Substanz der ganzen Angelegenheit.
Ein Vorsitzender auf wackeligen Beinen
Pikant ist auch die Ausgangslage des Mannes selbst. Gewählt wurde Pantisano am Wochenende mit gerade einmal 53,3 Prozent – und das, obwohl er keinen Gegenkandidaten hatte. Ein Ergebnis, das eher an ein Misstrauensvotum erinnert als an eine Inthronisierung. Der Bundestagsabgeordnete aus Baden-Württemberg startet seine Amtszeit also bereits angeschlagen.
Die ganze Episode offenbart, wie es um die politische Hygiene im linken Lager bestellt ist. Wer derart inflationär mit dem schwersten aller politischen Vorwürfe hantiert, entwertet ihn nicht nur, sondern verschleiert auch den Blick auf die realen Herausforderungen unseres Landes. Ein Großteil der Bürger hat von dieser ständigen Empörungsmaschinerie längst genug.
Während sich die politischen Akteure in Berlin in solchen Wortgefechten verlieren, suchen viele Menschen nach Beständigkeit – auch bei der Sicherung ihres Vermögens. Wer den verbalen Stürmen der Tagespolitik entgehen möchte, setzt seit Jahrtausenden auf physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie kennen keine Brandmauern, keine Wahlergebnisse und keine hastigen Entschuldigungen – sondern bewahren ihren Wert über Generationen hinweg.

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