
EU-Corona-Schulden: 154-Milliarden-Rechnung für Deutschland!

Die Rechnung für den europäischen Corona-Rausch kommt – und sie geht an den deutschen Steuerzahler. Bis zu 154 Milliarden Euro könnte die Bundesrepublik bis zum Jahr 2058 für den EU-Wiederaufbaufonds „NextGenerationEU“ aufbringen müssen. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf entsprechende Berechnungen.
Profitiert haben von den Milliarden vor allem süd- und osteuropäische Staaten. Bezahlt wird in Berlin.
649 bis 681 Milliarden Euro – und Deutschland trägt die Hauptlast
Insgesamt müssen bis 2058 dem Bericht zufolge zwischen 649 und 681 Milliarden Euro an Zinsen und Tilgung zurückfließen. Legt man den durchschnittlichen deutschen Anteil am EU-Haushalt zugrunde, entfallen davon 145 bis 154 Milliarden Euro auf die Bundesrepublik.
Und das ist nur ein Teil der Wahrheit. Allein im kommenden Haushaltszeitraum von 2028 bis 2034 muss die EU laut dem Bericht zwischen 140 und 168 Milliarden Euro für Zins und Tilgung aufbringen – 32 bis 38 Milliarden Euro davon aus deutscher Kasse.
Der bittere Witz an der Rechenformel
Pikant ist die Mechanik dahinter: Je stärker die deutsche Wirtschaft wächst, desto höher fällt der deutsche Anteil aus. Schwächelt sie weiter, sinkt der Beitrag. Ein System, das wirtschaftlichen Erfolg bestraft – man muss kein Ökonom sein, um darin ein Konstruktionsproblem zu erkennen.
Neben Deutschland zählen Frankreich und die Niederlande zu den größten Nettozahlern. Die größten Empfänger sind Italien und Spanien, es folgen unter anderem Portugal, Griechenland, Polen und Rumänien.
„Deutschland bezahlt die Programme anderer Staaten“
Verteilt wurden die Gelder nach den wirtschaftlichen Corona-Folgen, der Wirtschaftskraft der Länder – aber auch nach Kriterien wie Digitalisierung und Umweltschutz. Der FDP-Europaabgeordnete Moritz Körner kritisierte in der „Welt am Sonntag“ genau diese Verteilung:
„Deutschland haftet als größter Nettozahler mit zweistelligen Milliardenbeträgen, obwohl die deutsche Wirtschaft seit der Pandemie deutlich schlechter gelaufen ist als die vieler Empfängerländer.“
Deutschland bezahle damit, so Körner weiter, die schuldenfinanzierten Programme anderer Staaten, während es selbst wirtschaftlich zurückfalle.
0,2 Prozent Wachstum – und trotzdem Hauptzahler
Die Zahlen geben ihm Rückenwind. 2025 wuchs die deutsche Wirtschaft um magere 0,2 Prozent. Spanien legte im selben Jahr um 2,8 Prozent zu, Italien um 0,5 Prozent, die gesamte EU um 1,4 Prozent. Der zahlungskräftigste Patient ist zugleich der kränkste.
Zur Erinnerung: Der Fonds wurde 2020 als einmalige Ausnahme verkauft, ausgestattet mit bis zu 750 Milliarden Euro in Preisen von 2018. Die EU nahm dafür erstmals in großem Stil gemeinsame Schulden auf – ein Tabubruch, den Befürworter damals als „Hamilton-Moment“ feierten. Kritiker warnten schon 2020 vor genau dem, was jetzt eintritt: Die Ausnahme wird zur Dauereinrichtung, die Rechnung kommt später.
Was das für Sparer bedeutet
Ab 2028 beginnt die Tilgung – zeitgleich mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen und steigenden Sozialausgaben im Bund. Wer glaubt, diese Summen ließen sich ohne höhere Abgaben oder eine schleichende Entwertung des Geldes schultern, dürfte sich täuschen.
Wer sein Vermögen gegen politische Risiken absichern will, setzt seit jeher auch auf physische Edelmetalle. Gold und Silber kennen keinen Haushaltsausschuss – und keine Umverteilungsformel aus Brüssel.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt weder eine Anlageberatung noch eine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.












