Kostenlose Beratung+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
16.10.2026
06:16 Uhr
KI-generiert

Steuer-Hammer für Raucher: Schachtel bald fast zwölf Euro!

Steuer-Hammer für Raucher: Schachtel bald fast zwölf Euro!
Symbolbild: KI-generiert

Raucher in Deutschland müssen tief durchatmen, und das liegt diesmal nicht am Nikotin. Der Bundestag hat am Donnerstagabend mit den Stimmen von CDU, CSU und SPD beschlossen, die Tabaksteuer ab 2027 in mehreren Stufen kräftig anzuheben. Bis 2030 könnte eine Schachtel mit 20 Zigaretten fast zwölf Euro kosten.

Nach Angaben des Bundestages dauerte die Aussprache gerade einmal 20 Minuten. Zwei Abgeordnete der Union stimmten dagegen. An der Mehrheit änderte das nichts.

Die Preisspirale in Zahlen

Das Bundesfinanzministerium hat für den Sommer einen Durchschnittspreis von 8,05 Euro je Packung errechnet. Danach geht es Jahr für Jahr nach oben:

  • 2027: 8,77 Euro
  • 2028: 9,56 Euro
  • 2029: 10,42 Euro
  • 2030: rund 11,36 Euro, laut einer weiteren Prognose sogar 11,78 Euro

Das ist ein Aufschlag von 41 bis 46 Prozent in nur vier Jahren. Auch Feinschnitt zum Selbstdrehen, Shisha-Tabak und Liquids für E-Zigaretten werden teurer.

Gesundheitsschutz oder Haushaltskosmetik?

Die Koalition nennt offiziell zwei Ziele: Es soll weniger geraucht werden, und der Staat soll mehr einnehmen. In vier Jahren sollen rund zwölf Milliarden Euro zusätzlich in die Kasse fließen, allein 2027 etwa 1,5 Milliarden Euro. Der Widerspruch springt ins Auge. Je besser die Prävention wirkt, desto weniger Geld kommt herein.

Ein Detail verrät viel: Die Tabaksteuer steht allein dem Bund zu und ist nicht zweckgebunden. Kein Cent muss in Prävention oder Krebsbehandlung fließen. Das Geld soll stattdessen den Haushalt stabilisieren. Und das ausgerechnet bei einer Regierung, die mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen gerade neue Schulden in gewaltiger Höhe aufnimmt.

Neu ist der Griff zur Tabaksteuer nicht. Schon 2021 beschloss die damalige Regierung unter Finanzminister Olaf Scholz Erhöhungen in mehreren Stufen. Offiziellen Angaben zufolge brachte die Steuer bereits 2024 rund 15,6 Milliarden Euro ein.

Streeck jubelt, Lungenärzte stimmen zu

Rückenwind bekommt die Reform vom Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU). Der Rheinischen Post sagte er:

„Rauchen kostet in Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschen das Leben und unsere Gesellschaft fast 100 Milliarden Euro.“

Nach Berechnungen der WHO müsste eine Schachtel laut Streeck sogar „rund 23 Euro kosten, damit die Steuer diese Folgekosten deckt“. Ein höherer Preis wirke besonders bei Jugendlichen, weil sich die Sucht in diesem Alter noch nicht festgesetzt habe. Auch der Bundesverband der Pneumologen begrüßt den Beschluss. Wenn Tabak spürbar teurer werde, sinke der Konsum, so der Verband. Laut Mikrozensus 2025 rauchen 19 Prozent der Menschen ab 15 Jahren.

Freie Bahn für den Schwarzmarkt?

Die Tabakbranche hält dagegen. Ihre Vertreter fürchten, dass viele Raucher auf illegale Ware ausweichen. Dann würden legale Händler Umsatz verlieren, und dem Staat würden Einnahmen entgehen. Jan Mücke vom Branchenverband BVTE nennt die Prognosen der Regierung unseriöse „Luftschlösser“.

Das Risiko ist real. Für das Jahr 2013 hieß es, jede neunte in Deutschland gerauchte Zigarette sei gefälscht oder geschmuggelt gewesen. Dem Fiskus entgingen damals rund 2,1 Milliarden Euro. Die SPD-Abgeordnete Frauke Heiligenstadt weist die Kritik zurück. Den Schwarzmarkt bekämpfe man nicht mit niedrigen Steuern, „sondern mit einem starken Zoll“. Ob der Zoll dafür genug Personal hat, wird sich zeigen müssen.

Letzte Hürde: der Bundesrat

Am Freitag befasst sich die Länderkammer mit dem Gesetz. Sie könnte Einspruch einlegen, doch danach sieht es nicht aus. Damit käme die erste Stufe Anfang 2027.

Am Ende bleibt ein vertrautes Muster: Der Staat braucht Geld und holt es sich beim Bürger. Diesmal trifft es die Raucher. Wer sein Vermögen gegen den wachsenden Zugriff des Staates und gegen schwindende Kaufkraft absichern will, sollte das langfristig planen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Bei konkreten Fragen wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“