
Milliarden-Loch im Gesundheitssystem: Schwarz-Rot kämpft ums Durchwinken der Reform

Es ist wieder einmal so weit: Die große Koalition aus Union und SPD müht sich, ein weiteres kostspieliges Gesetzeswerk durch die parlamentarischen Instanzen zu schleusen. Diesmal soll es die Gesundheitsreform sein, die nicht nur den Bundestag, sondern auch die Länderkammer passieren muss. Und wer genau hinsieht, erkennt schnell: Am Ende bleibt der Bürger auf den Kosten sitzen.
Ein Kraftakt hinter verschlossenen Türen
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann verkündete nach der Sitzung des CDU-Bundesvorstands, man arbeite an „letzten Änderungen", um am Freitag die Zustimmung beider Kammern zu erreichen. Es gehe, so Linnemann, um die Finanzierung der Krankenhäuser, aber auch um die Bezahlung von Psychotherapeuten und Kieferorthopäden. Überall, so scheint es, gebe es noch „Anpassungsdebatten" – ein wohlklingender Euphemismus für das übliche Gefeilsche, das man aus Berlin zur Genüge kennt.
Am Dienstag sollten Gespräche mit den Staatskanzleien der 16 Bundesländer stattfinden, um zu verhindern, dass der Bundesrat den Vermittlungsausschuss anruft. Man kennt das Spiel: In letzter Minute wird nachgebessert, nachverhandelt und nachgesteuert – Hauptsache, das Gesetz rauscht durch, bevor jemand die Rechnung genauer prüft.
Die Milliarden-Frage: Wer zahlt am Ende?
Besonders aufschlussreich ist Linnemanns Freude darüber, dass das Finanzministerium nun einen größeren Anteil der Kosten für die Grundsicherungsempfänger übernehmen wolle. Die bislang geplanten 250 Millionen Euro zum Start seien schlichtweg zu wenig, so seine Einschätzung.
„Wir müssen da auf einige Milliarden gehen", erklärte Linnemann. Er freue sich, dass man nun mit einer Milliarde Euro beginne. Eigentlich müssten die gesamten zwölf Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt finanziert werden.
Zwölf Milliarden Euro – man lese und staune. Und wieder einmal soll der Steuerzahler die Zeche zahlen, während die Politik großzügig mit Geldern jongliert, die sie selbst nicht erwirtschaftet hat. Es ist derselbe Reflex, der auch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen begleitet hat: Erst wird versprochen, keine neuen Schulden zu machen, dann greift man doch wieder tief in die Kassen kommender Generationen.
Ein System, das strukturell versagt
Die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet: Warum benötigt ein Gesundheitssystem, das jährlich Hunderte Milliarden verschlingt, immer neue Milliardenspritzen? Wo verschwinden diese Summen? Statt die Ursachen der explodierenden Kosten anzugehen, wird stets nur nachfinanziert – ein Fass ohne Boden, das die gesetzlich Versicherten mit steigenden Beiträgen alimentieren.
Wer glaubt, dass diese Reform die Probleme des deutschen Gesundheitswesens löst, dürfte sich täuschen. Vielmehr steht zu befürchten, dass die nächste „Anpassungsdebatte" bereits in den Startlöchern wartet – und mit ihr die nächste Rechnung für den Bürger.
Warum reale Werte in unsicheren Zeiten zählen
In einem Umfeld, in dem der Staat munter neue Milliardenlöcher stopft und die Inflation durch immer neue Ausgabenprogramme befeuert wird, gewinnt die Frage nach werthaltiger Vermögenssicherung an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte hinweg als verlässlicher Schutz vor politischer Misswirtschaft und schleichender Geldentwertung bewährt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie einen sinnvollen Beitrag zur Stabilität des eigenen Vermögens leisten – unabhängig davon, welche kostspieligen Vorhaben in Berlin als Nächstes ersonnen werden.
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