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Kettner Edelmetalle
29.09.2026
18:16 Uhr
KI-generiert

Pekings Zins-Offensive: China subventioniert jetzt sogar Hauskredite!

Pekings Zins-Offensive: China subventioniert jetzt sogar Hauskredite!
Symbolbild: KI-generiert

Chinas Zentralbank legt ein neues Hilfspaket für die schwächelnde Wirtschaft vor. Am Dienstag, dem 29. September 2026, senkte die People's Bank of China den Zins für ihre wichtigste Kreditlinie an die staatlichen Förderbanken. Außerdem bekommen Erstkäufer von Wohnungen ab dem 1. Oktober einen staatlichen Zuschuss auf ihre Hypothekenzinsen. Das hat es in China so bisher nicht gegeben.

Billiges Geld für Staatsbanken

Konkret geht es um die sogenannte Pledged Supplementary Lending Facility, kurz PSL. Über dieses Instrument versorgt die Notenbank die großen Förderbanken des Landes mit günstigem Geld. Der einjährige PSL-Satz fällt um 0,25 Prozentpunkte, von 1,75 auf 1,5 Prozent.

Die Begründung aus Peking: Die Förderbanken sollen die Realwirtschaft stärker unterstützen und sich an den „nationalen Strategien“ ausrichten. Medienberichten zufolge wird die PSL zugleich auf sechs Infrastrukturnetze ausgeweitet, nämlich Wasser, Stromnetze, Rechenkapazitäten, Kommunikation, städtische Leitungen und Logistik. Das Geld fließt also in Bereiche, die der Staat selbst auswählt, und nicht dorthin, wo der Markt es verlangt.

Milliarden für Tech, Mittelstand und Privatfirmen

Auch an anderen Stellen dreht die Notenbank den Geldhahn weiter auf. Laut Berichten chinesischer Staatsmedien sieht das Paket Folgendes vor:

  • Die Kreditlinie für Technologie und Innovation steigt um 200 Milliarden auf 1,4 Billionen Yuan.
  • Die Linie für Landwirtschaft und Kleinbetriebe wächst um 500 Milliarden auf 4,85 Billionen Yuan.
  • Für Privatunternehmen stehen 300 Milliarden Yuan mehr bereit, insgesamt 1,3 Billionen Yuan.

Zuschuss für junge Familien

Politisch am brisantesten ist der Zinszuschuss für Hauskäufer. Er gilt für neue Hypotheken bei Geschäftsbanken, die Erstkäufer im ganzen Land aufnehmen. Wer die Bedingungen erfüllt, bekommt bis zu fünf Jahre lang einen Prozentpunkt Zinsen pro Jahr erstattet. Gefördert werden höchstens eine Million Yuan des Darlehens pro Haushalt.

Es gibt allerdings enge Grenzen. Die Wohnung darf nicht größer als 120 Quadratmeter sein und nicht mehr als 1,5 Millionen Yuan kosten. Die Notenbank nennt als Zielgruppe ausdrücklich Wanderarbeiter, Berufseinsteiger und Angestelltenfamilien in den Städten.

Ein Immobilienmarkt am Tropf

Warum so viel Aufwand? Der chinesische Immobiliensektor steckt seit Jahren in der Krise. Nach Marktdaten sanken die Hauspreise auch im August 2026 weiter, wenn auch so langsam wie seit acht Monaten nicht mehr. Die Leitzinsen, also der einjährige Loan Prime Rate von 3,0 Prozent und der fünfjährige von 3,5 Prozent, liegen bereits seit 16 Monaten auf Rekordtief. Trotzdem nehmen private Haushalte und Unternehmen weiter nur zögerlich neue Kredite auf.

Der aktuelle Schritt ist nicht der erste in diesem Jahr. Bereits im Januar 2026 hatte Peking die Zinsen aller strukturellen Geldpolitik-Instrumente um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Das Muster wiederholt sich: Wenn billiges Geld nicht mehr wirkt, gibt es noch billigeres Geld und am Ende direkte Subventionen.

Was das für Sparer bedeutet

Beobachter sehen darin ein weltweites Muster. Zentralbanken und Regierungen lösen Probleme bevorzugt mit neuem Geld und neuen Schulden. Das kennen auch die Deutschen, spätestens seit dem 500-Milliarden-Sondervermögen der Regierung Merz. Die Kosten tragen am Ende in der Regel die Sparer, deren Kaufkraft durch lockere Geldpolitik schleichend schrumpft.

Medienberichten zufolge haben chinesische Privatanleger in den vergangenen Jahren verstärkt Gold gekauft, seit Immobilien als sichere Geldanlage an Glanz verloren haben. Für Anleger hierzulande ist das ein bedenkenswertes Signal. Physisches Gold und Silber hängen von keiner Zentralbank und keinem Förderprogramm ab. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie ein sinnvoller Schutz sein, wenn die Geldpolitik immer lockerer wird.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen selbst die Verantwortung.

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